Unter dem Konstantinplatz stießen Bauarbeiter auf ein Zeugnis der Vergangenheit. Den Fund untersuchen nun Archäologen.

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Eingefasst mit Liedberger Sandstein: der Brunnen unter dem Konstantinplatz.

Eingefasst mit Liedberger Sandstein: der Brunnen unter dem Konstantinplatz.

Eingefasst mit Liedberger Sandstein: der Brunnen unter dem Konstantinplatz.

Mönchengladbach. Dass die Stadt Mönchengladbach auf historischem Boden steht, ist jetzt wieder einmal bei den Bauarbeiten auf dem Konstantinplatz in Giesenkirchen deutlich geworden. Die Bauarbeiter, die dort an der Umgestaltung des Platzes arbeiten, stießen nun auf die Überreste einer früheren Brunnenanlage aus von Steinmetzen bearbeiteten Quadern Liedberger Sandsteins.

Es ist nicht der Brunnen, den man unter dem Konstantinplatz vermutet

Die Archäologen des Rheinischen Amtes für Bodendenkmalpflege, Außenstelle Xanten, die den archäologischen Fund derzeit vor Ort auswerten und dokumentieren, vermuten, dass es sich möglicherweise um einen Sandsteinbrunnen handelt, der in Verbindung mit einem inzwischen untergegangenen Gebäude steht.

"Eine genaue Datierung kann allerdings erst in den nächsten Tagen - nach eingehender Untersuchung - vorgenommen werden", erklärt Wolfgang Speen, Sprecher der Stadt Mönchengladbach. Nach einer ersten Einschätzung werde der Brunnen in die Neuzeit datiert - also entstanden zwischen der Entdeckung Amerikas 1492 und heute.

"Der jetzt gefundene Brunnen steht jedenfalls in keinem Zusammenhang mit dem Brunnen, den man unter dem Konstantinplatz vermutet", sagt Speen. Das hätte die Untere Denkmalbehörde bereits klar gestellt. Die Archäologen des Amts für Bodendenkmalpflege begleiten unter anderem deshalb seit Beginn die Bauarbeiten und dokumentieren gemachte Funde, wie etwa ebenfalls entdeckte Mauerreste aus Liedberger Sandstein und Ziegelsteinen, die ebenfalls nur grob in die Neuzeit datiert werden können.

Die Brunnen-Fundstelle vor dem Haus Konstantinplatz 3 liegt allerdings außerhalb eines eingetragenen Bodendenkmalbereichs, der seit Monaten im Fokus der Archäologen steht. Einzelheiten zu dem Fund würde das Amt in Kürze der Stadt mitteilen, sagt Speen.

Die Funde sollen für die Zukunft erhalten bleiben

Nicht geplant sei, die verfüllte Brunnenröhre auszugraben. "Die Funde werden von den Archäologen dokumentiert und bleiben darüber hinaus auch für die Zukunft erhalten", sagt Speen, da sie dem Ausbau und der geplanten Verkehrsführung nicht im Wege stünden.

Derzeit wird im Bereich der Baustellen die neue Bustrasse gegenüber der Kirche gelegt. Zum Abschluss soll sie eine Asphaltdecke mit Pflasterstruktur bekommen. vobu/pmg

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