Beim Prozess um zahlreiche Fälle von Einfuhr und Verkauf von Marihuana müssen sich ein 21-Jähriger, ein 31-Jähriger und ein 40-Jähriger vor dem Landgericht verantworten.

Mönchengladbach. In einen Prozess rund um Drogenfahrten von den Niederlanden nach Deutschland und den mehrfachen Verkauf von kiloweise Marihuana in der Region ist gestern Bewegung gekommen. Einer der Angeklagten, ein 31-jähriger Niederländer, hat alle Vorwürfe im Sinne der Anklage gestanden. Ein 21-jähriger und ein 40-jähriger Mönchengladbacher, die – wie der 31-Jährige – derzeit in Untersuchungshaft sitzen, schweigen weiter zu den Vorwürfen.

Der 31-Jährige, der zuletzt in Kiel wohnte, gab hingegen zu, an zahlreichen Drogendeals beteiligt gewesen zu sein. Haschisch im Wert von mehreren tausend Euro haben nach Ermittlungen der Polizei mindestens in der Zeit zwischen September und Dezember vergangenen Jahres die Besitzer gewechselt.

Verkaufsverhandlungen liefen in einem Internet-Café in Rheydt

Regelmäßig hatten der 31-jährige jetzt geständige Angeklagte und ein 21-Jähriger demnach Marihuana an verschiedene Abnehmer verkauft. Konkret wiesen die Ermittler den beiden Männern in der besagten Zeit 28 Verkaufsverhandlungen nach. Meist gingen die Deals in einem Internet-Café in Rheydt über die Bühne.

Ein Drogeneinkauf in Venlo wurde dem Trio am 8. Januar dieses Jahres zum Verhängnis. Der 21-Jährige und der 31-Jährige wollten laut Anklage für 6900 Euro 1,5 Kilo Marihuana in den Niederlanden kaufen. Der dritte Mann (40) soll die Mengenangabe an einen niederländischen Käufer weitergegeben und verhandelt haben. Mit den Drogen fuhr der 21-Jährige vom Venloer Bahnhof in einem Taxi zurück nach Deutschland. Die beiden anderen waren im Privatwagen des 41-Jährigen auf dem Heimweg. In Mönchengladbach wurden dann beide Fahrzeuge von der Polizei angehalten und das Rauschgift sichergestellt.

Der Prozess wird am 26. Juli fortgesetzt.

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