Veilchendienstagszugsoll trotzdem ab 11.15 Uhr durch Gladbach rollen.

Heute wird der gesamte Innenstadtbereich für den Veilchendienstagszug gesperrt. Ab 11.15 Uhr kommt kein Fahrzeug mehr rein und raus. Damit am Zugweg geparkte Autos rechtzeitig umgesetzt werden können, sollten eigentlich gestern schon Schilder aufgestellt sein, die auf die entsprechenden Halteverbote hinweisen. Doch die fehlten in weiten Teilen – zum Beispiel an der Lüpertzender Straße, an der Aachener Straße und auch an der Stepgesstraße.Nachdem Anwohner das Fehlen der Schilder gemeldet hatten, fuhren Polizei und Stadttochter Mags den Zugweg ab. „Wir werden jetzt alle Lücken füllen“, erklärte eine Mags-Sprecherin gestern.

Rund 4300 Teilnehmer werden im Zug erwartet

Möglicherweise wird nun nicht mehr die Frist eingehalten, wann abgeschleppt werden darf. Die Stadt will dennoch rigoros sein.  „Der Veilchendienstagszug wird auf jeden Fall stattfinden. Fahrzeuge auf der Wegstrecke stellen eine Gefahr dar und werden deshalb abgeschleppt“, sagt Stadtsprecher Dirk Rütten. Man habe schließlich rechtzeitig die Öffentlichkeit informiert. Außerdem werde der Kommunale Ordnungsdienst heute früher als üblich die Zugstrecke kontrollieren. Bei Fahrzeugen am Zugweg werde man dann versuchen, den Halter telefonisch zu informieren, damit er seinen Wagen wegfährt.

Der Zug startet um 11.15 Uhr an der Lüpertzender Straße, Ecke Bismarckplatz. „Gladbach umarmt die Welt“ lautet das Motto. Und das werden viele Tausend Jecken zeigen. Im Zug werden rund 4300 Teilnehmer erwartet. 34 Karnevalsgesellschaften sind dabei, 37 Fremdgruppen. 73 Festwagen fahren durch die Stadt, 35 Bagagewagen und zwei Kutschen. 80 Traktoren stehen bereit. 56 Fußgruppen sind angemeldet, 25 Tanz- und Funkengarden sowie 30 Musikkapellen sorgen für Stimmung.

Der Zug wird an drei Stellen kommentiert: am Aretzplätzchen, am Alten Markt und an den Tribünen auf dem Parkplatz Geroweiher.

Die Sperrung für den Fahrzeugverkehr gilt von 11.15 bis etwa 19 Uhr. Das gilt nicht nur für den Zugweg, sondern auch für die Zufahrtstraßen zum Zugweg. Container und Lkw sperren den Weg ab und sichern so den Zug. Es kann zu verstärkten Personen- und Taschenkontrollen kommen. Die Polizei kündigt „anlassbezogene“ Überprüfungen an. Gläser und Flaschen sollte man zuhause lassen. Ordnungsamt, Jugendamt und Polizei kündigten intensive Jugendschutzkontrollen am gesamten Zugweg an.

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