Beim „Treff im Kapellchen“ finden selbst organisierte Kulturveranstaltungen statt. Jetzt wird das soziale Projekt ausgebaut.

Sie engagieren sich für den Volksverein – und haben den Ausbau des „Treffs am Kapellchen“ unterstützt: Hermann-Josef Kronen, Geschäftsführer des Volksvereins, und Johannes Eschweiler, Verantwortlicher beim Aloysiusstift (beide hinten), sowie Manfred Kaspers (vorne v. l.), Ordensschwester Bettina Rupp und der ehemalige Propst Edmund Erlemann.
Sie engagieren sich für den Volksverein – und haben den Ausbau des „Treffs am Kapellchen“ unterstützt: Hermann-Josef Kronen, Geschäftsführer des Volksvereins, und Johannes Eschweiler, Verantwortlicher beim Aloysiusstift (beide hinten), sowie Manfred Kaspers (vorne v. l.), Ordensschwester Bettina Rupp und der ehemalige Propst Edmund Erlemann.

Sie engagieren sich für den Volksverein – und haben den Ausbau des „Treffs am Kapellchen“ unterstützt: Hermann-Josef Kronen, Geschäftsführer des Volksvereins, und Johannes Eschweiler, Verantwortlicher beim Aloysiusstift (beide hinten), sowie Manfred Kaspers (vorne v. l.), Ordensschwester Bettina Rupp und der ehemalige Propst Edmund Erlemann.

Jörg Knappe

Sie engagieren sich für den Volksverein – und haben den Ausbau des „Treffs am Kapellchen“ unterstützt: Hermann-Josef Kronen, Geschäftsführer des Volksvereins, und Johannes Eschweiler, Verantwortlicher beim Aloysiusstift (beide hinten), sowie Manfred Kaspers (vorne v. l.), Ordensschwester Bettina Rupp und der ehemalige Propst Edmund Erlemann.

Mönchengladbach. Für Edmund Erlemann, ehemaliger Propst des Münsters und Mitbegründer des Volksvereins, ist Mönchengladbach die schönste Stadt der Welt. Bei dieser Aussage werden die meisten wohl zusammenzucken, aber der engagierte Pfarrer kann sie begründen. "Es gibt hier so viele Menschen, die sich am Projekt einer gerechteren Gesellschaft beteiligen", stellt er fest. "Eine große Potenz, die anderswo so leicht nicht zu finden ist."

"Es gibt in dieser Stadt so viele Menschen, die sich am Projekt einer gerechteren Gesellschaft beteiligen."

Edmund Erlemann, Mitbegründer des Volksvereins, über den solidarischen Geist der Mönchengladbacher

Das neueste Projekt, das anlässlich des 75. Geburtstages Edmund Erlemanns von der Stiftung Volksverein aus der Taufe gehoben wird, fällt ebenfalls unter das Stichwort "solidarische Gesellschaft".

Der "Treff am Kapellchen" (Tak), der seit fünf Jahren in den Räumen des Aloysiusstiftes an der Rudolfstraße betrieben wird, soll ausgebaut werden. "Der Charakter der Betriebsstätte des Volksvereins an der Geistenbecker Straße ist stark durch Arbeit geprägt", erklärt Hermann-Josef Kronen, der Geschäftsführer des Volksvereins. "Hier im Tak finden Begegnungen, Kreativität und Spiritualität ihren Platz."

Im Tak und der angrenzenden Brandts-Kapelle finden Gottesdienste, gemeinsame Mahlzeiten und regelmäßige Kreativnachmittage statt. Das Besondere: Betroffene organisieren diese Angebote für andere, die ebenfalls mit Arbeitslosigkeit und Armut zu kämpfen haben.

270.000 Euro soll die Erweiterung kosten

Betreut wird das Projekt bisher von den Steyler Missionsschwestern. Diese Kooperation soll nun ausgebaut werden: Das Aloysiusstift soll aufgestockt werden, um Platz für vier Schwestern des Ordens zu bieten, die dort ständig leben sollen. So soll das Angebot des Tak erweitert, das Aloysiusstift zu einem offenen Haus für alle werden. 270.000 Euro wird der Ausbau kosten.

Mit dem "Treff am Kapellchen" hat die Stiftung Volksverein einen Ort geschaffen für Menschen, die am Rand der Gesellschaft stehen, und deren Sympathisanten.

Das Angebot hat sich schnell etabliert. Bereits 2008, vier Jahre nach der Gründung, konstatiert der Volksverein im Geschäftsbericht: "Der Treff ist nicht mehr wegzudenken - sowohl für ehemalige Mitarbeiter des Volksvereins als auch für ärmere Mitbürger."

Um dieses Geld aufzubringen, startet die Stiftung Volksverein jetzt eine Kampagne, bei der unter anderem 130.000 Flyer an die Haushalte in Mönchengladbach, Jüchen und Korschenbroich verteilt werden. Bereits in diesem Jahr sollen die Bautrupps nicht nur anrücken, sondern auch fertig werden, wenn alles nach Plan verläuft.

Edmund Erlemann feiert seinen 75. Geburtstag am Sonntag

Unterdessen feiert Edmund Erlemann seinen 75. Geburtstag am Sonntag, 31. Januar, um 10 Uhr im Rahmen eines Gottesdienstes in der Kirche Heilig Geist in Geistenbeck.

Im Anschluss an die Messe hält Professor Friedhelm Hengsbach einen Vortrag, der sich mit dem Erlemann’schen Gedanken des sozialen Engagements beschäftigt. Danach soll in der Betriebsstätte des Volksvereins in gelöster Atmosphäre der Geburtstag dieser wichtigen Persönlichkeit ausklingen.

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