In der Stadtsparkasse am Bismarckplatz erklärt eine Ausstellung das Schützenwesen.

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Zwei junge Besucherinnen der Ausstellung bestaunen die Handpuppe „Schützen-Willi“.

Zwei junge Besucherinnen der Ausstellung bestaunen die Handpuppe „Schützen-Willi“.

Jörg Knappe

Zwei junge Besucherinnen der Ausstellung bestaunen die Handpuppe „Schützen-Willi“.

Mönchengladbach. Für Sebastian Schnock war es einfach. Der zweite Jungschützenmeister und Gerätewart der Bruderschaft St. Sebastianus und St.Vitus Obergeburth Waldhausen ist schon mit drei Jahren mitmarschiert - bei den Schützen. "Ich kann mich nicht erinnern, dass jemand aus unserer Familie nicht Schütze war", sagt der 25-Jährige.

Mit Handpuppe und Lied die Kleinsten für die Schützen begeistern

Weil nicht für alle Menschen der Weg in die Schützenbruderschaft so einfach ist wie für Sebastian Schnock hat sich der Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften Mönchengladbach, Rheydt, Korschenbroich etwas einfallen lassen. Die Handpuppe Willi, eine Broschüre für Kinder und ein schmissiges Lied sollen die Kleinen in den Kindergärten für das Brauchtum begeistern.

"Der Hofstaat nimmt das als Geschenk mit, wenn er die Kindergärten besucht", erzählt Sarah Lutterberg, Jungkönigin und Bezirksprinzessin von der St. Apollinaris Bruderschaft Hardterbroich.

Immerhin gibt es in der Stadt 39 Schützenbruderschaften, die alle ihr eigenes Fest und ihren eigenen König haben. Die Grundzüge des Schützenwesens sind in Reime gekleidet, die zur beliebten Melodie des Lummerland-Liedes passen. "Unser Willi ist ein Schütze und er hat ein Holzgewehr. Damit kann er gut marschieren, auch der Stechschritt fällt nicht schwer", heißt es da beispielsweise.

Die Broschüre zur Aktion, zum Lied und Willi ist derzeit auch in der Stadtsparkasse am Bismarckplatz ausgestellt. Auf einer Doppelseite wird in Prosa erklärt, warum die Schützen Uniformen tragen und was es mit dem Kirmesgeld auf sich hat. Ergänzt wird die Ausstellung in der Sparkasse durch historisches Material, das die Bruderschaften zur Verfügung stellen.

Sparkassenmitarbeiterin Barbara Loghmanieh und Heinz-Josef Katz, Offizier des Bruderrates, haben es zusammengestellt. Da findet sich das Gründungsprotokoll der St.Josefs Bruderschaft Venn, die es seit 125 Jahren gibt. Sauber von Hand geschrieben. Auch prächtige Uniformen mit Pickelhaube sind zu sehen - bis 2. September.

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