Die Schüler erhielten ihr Erstlesebuch und den Büchereiausweis. Drei Schulen nahmen an der Aktion teil.

Die Schüler erhielten ihr Erstlesebuch und den Büchereiausweis. Drei Schulen nahmen an der Aktion teil.
Die Kinder stöberten begeistert im Bestand der Stadtbibliothek herum und vertieften sich alsbald in ihr Lieblingsbuch.

Die Kinder stöberten begeistert im Bestand der Stadtbibliothek herum und vertieften sich alsbald in ihr Lieblingsbuch.

Detlef Ilgner

Die Kinder stöberten begeistert im Bestand der Stadtbibliothek herum und vertieften sich alsbald in ihr Lieblingsbuch.

Die Bibliothek an der Blücherstraße hat noch gar nicht geöffnet, aber schon wuseln Kinder in den Räumen aufgeregt hin und her. Drei erste Klassen der Annaschule, der Gemeinschaftsgrundschule Eicken und der Anton-Heinen-Schule nehmen den Lesebereich in Beschlag klettern auf einer großen Lok herum, und stöbern in den bunten Kisten mit Büchern. Heute ist ein besonderer Tag: Die Erstklässler bekommen ihr eigenes Erstlesebuch und einen Bibliotheksausweis.

„Ich kann schon gut lesen. Wir haben viele Bücher zu Hause, und meine Mutter liest mir vor.“

Shan Behboodi, Erstklässler

Die Vorfreude ist groß. Dann verteilen die Leiterin der Stadtbibliothek, Brigitte Behrendt, und ihre Mitarbeiterinnen die Bücher. „Das Ufo im Klassenzimmer“ lautet der Titel. Sofort werden die Bücher aufgeschlagen, und die Kinder verteilen sich auf dem Fußboden und sind ganz schnell in die Geschichte vertieft.

„Ich kann schon gut lesen. Wir haben viele Bücher zu Hause, und meine Mutter liest mir vor“, sagt der kleine Shan Behboodi. Zusammen mit seiner Lehrerin hat er schon ein paar Rätsel aus dem Buch gelöst. „Die Rätsel fand ich lustig. Ich mag Raumschiffe“, erzählt er. „Das ist leider nicht immer so“, weiß Leiterin Brigitte Behrendt. „Es gibt Familien, in denen das Lesen nicht so gefördert wird. Deshalb möchten wir mit der Aktion ,Lesezeichen’ dort noch einmal anknüpfen und mit den Schulen und den Eltern durch den Ausweis gemeinsam das Lesen fördern.“ Schon zum 13. Mal findet die Aktion statt.

Diesmal wurde die Aktion von der Elfriede-Kürble-Stiftung unterstützt. „Der Stiftung liegt die Frühförderung sehr am Herzen. Über das Lesen erschließt sich alles andere. Wir haben auch schon Grundschulen und Kindertagesstätten mit Bibliotheken ausgestattet“, betont Dirk Kniebaum vom Kuratorium der Elfriede-Kürble-Stiftung.

Mehr als 1000 Bücher hat die Stadtbibliothek zur Verfügung gestellt. Alle Gladbacher Schulen wurden angeschrieben, und auch Eltern mit ihren Kindern können kommen und sich ihr Erstlesebuch abholen.

Lio Bürschgens ist zum ersten Mal in der Bibliothek und findet es toll: „Ich lese auch zu Hause viel“, sagt der Grundschüler. Klassenkamerad Mats Netzer ist Fußballfan. „Ich lese am liebsten Fußballbücher. Ich habe die Geschichte von Borussia mal mit in die Schule gebracht“, erzählt er.

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