An einem so heißen Tag wie Donnerstag fielen an einigen Schulen die letzten Stunden aus.

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Jubel bei vielen Gladbacher Schülern: Sie durften schwimmen statt pauken.

Jubel bei vielen Gladbacher Schülern: Sie durften schwimmen statt pauken.

Jubel bei vielen Gladbacher Schülern: Sie durften schwimmen statt pauken.

Mönchengladbach. "Hurra, Hitzefrei!" Als nach der großen Pause plötzlich Jubel aus den Klassenzimmern und vom Schulhof her zu hören ist, seufzen die Oberstufenschüler der Gesamtschule Espenstraße. ",Na toll, die Unter- und Mittelstufe darf nach Hause, und wir müssen wie immer bleiben’, haben wir uns beschwert", sagt Barbara Ondera aus Stufe 13.

Diesmal ist es anders: Am bisher heißesten Tag des Jahres dürfen auch die "Großen" schwimmen gehen statt auf der Schulbank schwitzen. Ab 12.30Uhr heißt es "Schule aus". "An spanische Vokabeln war nicht mehr zu denken, wir sind ausgeflippt vor Freude. Sonst hätten wir bis fünf Uhr Unterricht gehabt", sagt die 18-jährige Barbara.

"Wir sind ausgeflippt vor Freude."

Barbara Ondera, Schülerin

37 Grad im Schatten, Schwüle in den Räumen - da drückten am Donnerstag an vielen Gladbacher Schulen die Lehrer ein Auge zu und läuteten Hitzefrei ein. Doch so ganz ungelegen kam auch den Paukern das frühe Unterrichts-Aus nicht. "Nicht nur die Schüler, auch wir waren total geschafft von der Hitze in den Räumen, vor allem in den oberen Etagen. Die letzten beiden Stunden haben wir dann ausfallen lassen", sagt Jutta Ferfer, Konrektorin an der Will-Sommer-Grundschule in Rheindahlen.

Weniger Glück hatten die schweißgebadeten Schüler am Franz-Meyers-Gymnasium in Giesenkirchen. Zwar durfte die Sekundarstufe I, also die Fünft- bis Zehntklässler, nach der fünften Stunde gegen 13 Uhr nach Hause gehen. Für die Oberstufenschüler allerdings hieß es bleiben und weiterbüffeln. "Unser Kollegium ist der Meinung, dass Schüler in dem Alter teilweise schon mitten im Berufsleben sind und dann auch kein Hitzefrei bekommen", sagt der kommissarische Schulleiter Klaus Loosen.

Auch an Schulen, wo es kein wetterbedingtes Frei gab, nahmen die Lehrer Rücksicht auf die Kleinen. "In den letzten beiden Stunden sind ein paar Klassen Eis essen oder im Schatten spazieren gegangen", berichtet eine Lehrerin der katholischen Grundschule Bettrath-Hoven.

Ausnahme-Regeln gab’s beispielsweise an der Geschwister-Scholl-Realschule. "Wir durften diesmal im Unterricht trinken, sonst ist das nicht erlaubt", erzählt Michelle (12), für die die sechste Schulstunde schließlich ganz ausfiel. Astrid (15) und ihre Klassenkameraden vom Gymnasium Rheindahlen durften sich ab zwölf Uhr im Park entspannen.

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