Der Mangel an Plätzen ist groß. Deshalb sollen Kinder auch in Containern betreut werden.

Der Mangel an Plätzen ist groß. Deshalb sollen Kinder auch in Containern betreut werden.
Der Kindergarten „Mummpitz“ ist schon in einem Container untergebracht. Nach diesem Vorbild sollen weitere Anlagen in der Stadt entstehen.

Der Kindergarten „Mummpitz“ ist schon in einem Container untergebracht. Nach diesem Vorbild sollen weitere Anlagen in der Stadt entstehen.

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Der Kindergarten „Mummpitz“ ist schon in einem Container untergebracht. Nach diesem Vorbild sollen weitere Anlagen in der Stadt entstehen.

5918 Kinder sind in der Stadt für das kommende Kindergartenjahr für einen Kita-Platz angemeldet worden. Aber weniger als die Hälfte, nämlich etwa 2900, wird wohl die Einrichtung besuchen können, die von den Eltern als Wunsch-Kindergarten angeben wurde. Im Mai hat die Stadt 3011 Ablehnungen verschickt. Im vergangenen Jahr waren es etwa 2400.

Gestiegene Geburtenzahlen, mehr Flüchtlingskinder, mehr Bedarf an Kita-Plätzen für Unter-Dreijährige – in den Kitas wird es eng und das nicht nur in Mönchengladbach. Zwar mussten bisher noch keine Ablehnungsbescheide im Rahmen des Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz verschickt werden. Aber: „Ob in diesem Jahr ein Zeitpunkt eintritt, an dem Eltern kein freier Betreuungsplatz mehr vermittelt werden kann, ist derzeit noch nicht absehbar“, teilt der Fachbereich mit. Deshalb wird auch nach ganz neuen Lösungen gesucht: zum Beispiel Kitas in Containern. Denn die können schnell aufgebaut werden.

Wer eine Absage erhalten hat, kann mit dem Jugendamt sprechen

Allen Eltern, die eine Absage für einen Platz in der Wunsch-Kita erhalten haben, wurde angeboten, sich mit dem Jugendamt in Verbindung zu setzen, falls sie nicht warten können und für sie auch keine alternative Einrichtung in Frage kommt. Wie die städtische Pressestelle mitteilt, werde diese Eltern von der Koordinierungsstelle des Fachbereiches ein Vordruck zugesandt, um den individuellen Betreuungsbedarf zu erfragen und zu belegen. Die Erfahrung der vergangenen Jahre zeigte jedoch, dass nur ein Teil der angeschriebenen Eltern das Angebot in Anspruch nimmt. Nicht wenige wollen doch lieber warten, bis ein Platz im Wunsch-Kindergarten frei wird. Wer aus beruflichen oder anderen Gründen auf einen Betreuungsplatz für seinen Nachwuchs angewiesen ist und das nachweisen kann, wird im Fachbereich beraten.

Stadt will bis Ende 2018 rund 800 neue Kita-Plätze schaffen

Fakt ist aber: Es gibt zu wenig Kita-Plätze. Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass zum 1. September zwei neue Standorte in Betrieb genommen werden können (Vossenbäumchen, Hardter Waldstraße). Zusätzlich plant ein Träger die Eröffnung einer Waldkindergartengruppe am Standort Sonnenstraße. Und: Mitte November soll eine Fünf-Gruppen-Containeranlage Am Beekerkamp den Betrieb aufnehmen sowie bereits Anfang Januar 2019 die neue Kita Roermonder Höfe. Dadurch sollen 230 neue Betreuungsplätze für Kinder im Vorschulalter entstehen. Neben diesen neuen Projekten werde intensiv an dem Aufbau von weiteren Betreuungsplätzen im Rahmen der Tagespflege, der Betreuung in Lena-Gruppen und eben in Containeranlagen gearbeitet.

Der Fachbereich geht davon aus, dass noch in diesem Jahr mindestens sechs neue Lena-Gruppen und Großtagespflegestellen den Betrieb aufnehmen. Außerdem beabsichtigt: der Bau von fünf weiteren Containeranlagen im Stadtgebiet. Stadtsprecher Dirk Rütten: „Sollten alle beschriebenen Projekte im Verlauf des Jahres realisiert werden können, werden insgesamt rund 790 neue Betreuungsplätze für Kinder im Vorschulalter entstehen.“

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