Der 18-Jährige gab die meisten Vorwürfe zu.

Mönchengladbach. Sieben Anklageschriften musste die Staatsanwältin am Dienstag vor dem Jugendschöffengericht verlesen. Dabei handelte es sich in den meisten Fällen um Ladendiebstähle, die der 18 Jahre alte Angeklagte mit einem Mittäter begangen haben soll.

Der 18-Jährige zeigte sich gestern einsichtig und gab die meisten Vorwürfe der Anklage ohne weiteres zu. Auch den Konsum von täglich vier Portionen Heroin gestand er ein. Insgesamt 1200 Euro soll der Junkie monatlich für diese Heroinmenge benötigen, war der Jugendrichter überzeugt.

Der 18-Jährige war am 5. November 2014 mit einem Mittäter unterwegs. Dabei ermöglichte er es dem Komplizen, mit einem Korb, der mit Süßigkeiten im Wert von 228 Euro voll beladen war, aus dem Geschäft zu verschwinden.

Verurteilung wegen fünffachen Diebstahls

Am Diebstahl in einem Handy-Shop, in dem am 15. November 2014 ein Mobiltelefon im Wert von 599 Euro verschwand, sei nicht er, sondern der Komplize beteiligt gewesen, so der Angeklagte. In diesem Fall wurde der Angeklagte gestern freigesprochen. Aber den Diebstahlsversuch vom 7. August 2014, als er mit zwölf Flaschen Rum für 83,88 Euro aus einem Supermarkt verschwinden wollte, bestritt der 18-Jährige nicht.

Am 20. Juli 2014 nutzte der Junkie die Gelegenheit und stahl aus einem unverschlossenen Bus am Europaplatz ein Handy.

Am Ende verurteilte das Jugendschöffengericht den Angeklagten wegen fünffachen Diebstahls und Beleidigung zu einer Jugendstrafe von einem Jahr und einem Monat.

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