Projektwoche: Die Viertklässler der Mühlenfeldschule führten verschiedene Zauberstücke und Akrobatik vor.

Über ein Nagelbrett gehen? Das war überhaupt kein Problem für die Viertklässler der Grundschule im Mühlenfeld, die in ihrem „Zirkus Mühlenstars“ zeigten, was sie drauf haben.
Über ein Nagelbrett gehen? Das war überhaupt kein Problem für die Viertklässler der Grundschule im Mühlenfeld, die in ihrem „Zirkus Mühlenstars“ zeigten, was sie drauf haben.

Über ein Nagelbrett gehen? Das war überhaupt kein Problem für die Viertklässler der Grundschule im Mühlenfeld, die in ihrem „Zirkus Mühlenstars“ zeigten, was sie drauf haben.

Kurt Lübke

Über ein Nagelbrett gehen? Das war überhaupt kein Problem für die Viertklässler der Grundschule im Mühlenfeld, die in ihrem „Zirkus Mühlenstars“ zeigten, was sie drauf haben.

Hinsbeck/Willich. Die Kartoffel fiel auf das Brett mit den 5177 Nägeln: 250 Zuschauer sahen am Samstag im Zirkus der Jugendherberge, wie wenig später Viertklässler der Willicher Mühlenfeldschule über dasselbe Nagelbrett gingen, das der Kartoffel so zugesetzt hatte.

Die Schüler boten ein fast dreistündiges Programm

Alleine diese Vorführung ließ erahnen, wie viel Überwindung und Mut die Zirkuswoche gekostet hatte - und wie stolz die kleinen Akteure jetzt waren. Schwarzer Anzug, Rüschenhemd und Zylinder - so stellt man sich bestimmt nicht das Outfit eines Jugendherbergs-Mitarbeiters vor.

Doch Patrick Dormels hat eine ganz besondere Mission in Hinsbeck: Er ist Direktor eines Zirkus mit ständig wechselnden Namen: "Zirkus Mühlenstars" hieß er am Samstag. Die "Stars" wirkten topfit.

Bei der großen Darbietung waren Eltern, Geschwister und zum Teil auch die Großeltern ganz nah: Sie fotografierten die kleinen Nachwuchsjongleure, -zauberer und -artisten während des fast dreistündigen Programms. "Die Kinder hatten alle Herzklopfen", berichtete Lehrerin Monika Ihle.

Von Nervosität jedoch keine Spur, als die kleine Natalie als erste über den nur fünf Zentimeter breiten Schwebebalken in 1,80 Meter Höhe balancierte. Wie hatte doch Patrick Dormels gesagt: "Dieser Zirkus fördert die Konzentration der Kinder." Ohne Netz und doppelten Boden wurden schwierige Übungen am Schwebebalken bewältigt. Kinder bewegten sich dort unter anderem rückwärts und in der Hocke fort.

Der Applaus war wohltuend - vor allem, wenn mal etwas nicht so klappte, wie gewünscht. Schulleiterin Ute Bartz-Fanter wunderte sich: "Wir haben ein autistisches Kind, das sich bei den Vorbereitungen problemlos hat anfassen lassen; das muss viel Überwindung gekostet haben."

Die größte Überwindung für die kleinen Magier: Eine übel riechende Flüssigkeit in den Mund nehmen und Feuer spucken. "Wenn mal was runterfällt, liegt das am Material", erklärte Patrick Dormels bei der Teller-Jonglage, die mal mit und mal ohne Schwarzlicht gezeigt wurde.

Drei Kinder wurde verzaubert - nur Stofftiere blieben zurück

Sarah verschwand wenig später in einer schwarzen Kiste, durch die Schwerter getrieben wurden - das Mädchen "überlebte", winkte später dem Publikum. Plötzlich waren drei Kinder weg - weggezaubert. Was übrig blieb, waren ihre Stofftiere. Doch durch Zauberkraft waren sie ruckzuck wieder da. Zum Schluss trafen sich die stolzen Kinder in der Manege, warfen Seidenröschen ins Publikum.

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