Die Willicher Firma ProPipe hat sich auf den Handel mit geschweißten Rohren spezialisiert. Und ist damit sehr erfolgreich.

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Geschäftsführer Bernd Hollaender hat sich mit seiner Firma ProPipe auf den Handel mit geschweißten Rohren spezialisiert. In der Halle 4 lagern sie zu Tausenden.

Geschäftsführer Bernd Hollaender hat sich mit seiner Firma ProPipe auf den Handel mit geschweißten Rohren spezialisiert. In der Halle 4 lagern sie zu Tausenden.

Kurt Lübke

Geschäftsführer Bernd Hollaender hat sich mit seiner Firma ProPipe auf den Handel mit geschweißten Rohren spezialisiert. In der Halle 4 lagern sie zu Tausenden.

Willich. Viele Besucher der Fachmesse „Tube“ in Düsseldorf machten einen kleinen Abstecher nach Willich. Denn im alten Stahlwerk Becker hat sich eine junge Firma angesiedelt, die in der Stahlrohrbranche offenkundig für viel Aufmerksamkeit sorgt. „Wir haben fast jeden Tag Gäste aus dem In- und Ausland, die sich bei uns umsehen möchten“, sagt ProPipe-Geschäftsführer Bernd Hollaender. Die gewaltige Halle 4 mit ihrer denkmalgeschützten Industriearchitektur beeindrucke dabei ebenso wie der Standort Stahlwerk Becker.

Die beiden Geschäftsführer haben mehr als 30 Jahre Erfahrung

Seit knapp einem halben Jahr ist die ProPipe GmbH in der Halle 4 zu Hause. Gegründet worden war das Unternehmen, das sich auf den Handel mit geschweißten Rohren spezialisiert hat, von Bernd Hollaender und Dirk Graumann. Die beiden Geschäftsführer blicken auf mehr als 30 Jahre Erfahrung in der Branche zurück. Sie hatten zuletzt bei einem großen deutschen Stahlhändler in leitender Position gearbeitet.

Ihre guten Kontakte setzen beide heute in ihrem eigenen Unternehmen erfolgreich ein. „Die gelben Rohre dort sind schon alle verkauft“, erzählt Hollaender beim Spaziergang durch die fast 10 000 Quadratmeter große Halle. Bestimmt seien sie für einen namhaften Gasversorger aus Nordrhein-Westfalen.

Vom Standard- bis zum Spezialprodukt, zum Beispiel im Kraftwerksbau oder bei der Errichtung von Windkraftanlagen im Off-Shore-Bereich, reiche die Angebotsvielfalt der Firma, sagt Bernd Hollaender. Da in der Halle 4 viel Platz ist, können große Mengen gelagert werden und sind so jederzeit abrufbar.

Demnächst sollen die ersten Azubis eingestellt werden

„Ich denke, wir haben uns etabliert“, sagt Hollaender mit einem gewissen Stolz. Was sich auch an der positiven Entwicklung der Mitarbeiterzahl zeigt: Sieben waren es im Oktober 2011, mittlerweile habe man auf 13 aufgestockt. Von Anfang an dabei ist der Betriebsleiter Torsten Barz, der den Wechsel in das junge Unternehmen nach eigenem Bekunden noch keine Minute bereut hat.

Die ProPipe GmbH hat am 4. Oktober 2011 ihren Betrieb in Willich an der Gießerallee 35 aufgenommen. Das Unternehmen ist Lagerhalter für geschweißte Stahlrohre.

Einsatzgebiete sind: Kraftwerksbau, Trinkwasser- und Gasleitungen, Hochbauten wie Tribünendächer, Bau von Windrädern und Bohrinseln. ProPipe setzt in der Halle 4 auch eine Hochleistungsbandsäge ein, um Rohre passgenau zu schneiden.

ProPipe hat die Halle 4 von der städtischen Grundstücksgesellschaft für zehn Jahre angemietet und zahlt dafür einen sechsstelligen Betrag. Zuvor wurde die Halle für mehr als 1,2 Millionen Euro instand gesetzt. Die Arbeiten sind fast abgeschlossen.

Ansprechpartner für junge Leute, die im kaufmännischen Bereich Groß- und Außenhandel oder als Fachlagerist bei ProPipe ausgebildet werden möchten, ist Andreas Giesen. Er ist erreichbar unter Telefon 02154/88 85 61.

Das Unternehmen ist im Internet zu finden unter:

www.pro-pipe.de

Nun geht ProPipe einen Schritt weiter und will selbst ausbilden. „Einen kaufmännischen Auszubildenden und einen für den Bereich Fachlagerist“, sagt Barz. „Damit wollen wir auch der Stadt Willich etwas zurückgeben“, ergänzt Hollaender. Denn hier sei man hervorragend aufgenommen worden – insbesondere durch Willy Kerbusch von der städtischen Grundstücksgesellschaft. Der habe mit seiner pragmatischen Art beim raschen Umbau der Halle hervorragende Arbeit geleistet.

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