Justiz: Das Verfahren gegen einen Willicher wegen schweren Raubs kommt nicht voran. Nächste Woche Montag wird weiter verhandelt, vielleicht dann mit zwangsweise vorgeführten Zeugen.

Willich. Es gestaltet sich zäh, das Verfahren gegen einen 28-Jährigen, der im Februar in Willich einem anderen Mann eine Pistole an den Kopf gehalten haben soll. Bereits bei der Auftaktverhandlung waren die Hauptbelastungszeugen nicht erschienen, sie hatten 20 Minuten vor Beginn der Verhandlung abgesagt - Magen-Darmprobleme.

Am Montag waren sie erneut geladen, und erneut nicht gekommen. Ein Attest oder ähnliches hatten sie nicht geschickt. Das soll anders werden. Der Vorsitzende Richter dachte jedenfalls laut darüber nach, beide vorführen zu lassen.

Lebensgefährtin bestreitet den Vorwurf

Ausgesagt hat unterdessen die Lebensgefährtin des Angeklagten. Sie bestreitet den Vorwurf. Sie und ihr Lebensgefährte hätten die fragliche Wohnung nie betreten. Von daher weicht diese Darstellung von dem ab, was die Anklage dem Mann vorwirft, der in Leverkusen zu Hause ist.

Nach einer durchzechten Nacht soll der im Morgengrauen des 6. Februar in einer Willicher Wohnung einen Saufkumpanen nach einer Zigarette gefragt haben. Als er die nicht bekam, soll er eine Revolver gezückt und diesen einem der Männer an den Kopf gehalten haben. Als er die Wohnung verließ, nahm er das Portmonee des Mannes mit über 1200 Euro mit.

Nächste Woche Montag wird weiter verhandelt, vielleicht dann mit zwangsweise vorgeführten Zeugen.

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