Mit neuem Logo und Konzept tritt der Vorstand um Bernhard Kinold an. Das Frühlingsfest wird ins Stahlwerk verlegt.

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So sieht das neue Logo des Werberings für Willich.

So sieht das neue Logo des Werberings für Willich.

Vor St. Katharina gibt es das Bungee-Springen beim Frühlingsfest künftig nicht mehr. Das Fest wird in das Stahlwerk Becker verlegt.

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So sieht das neue Logo des Werberings für Willich.

Willich. "Unser Brathähnchen hat sich bewährt, ist aber in die Jahre gekommen." Das sagte der Vorsitzende des Willicher Werberinges, Bernhard Kinold. Er meinte das Logo der Gemeinschaft, das in symbolisiert Form den Hahn der Kirchturmspitze von St. Katharina zeigt.

An seine Stelle tritt nunmehr ein signalrotes Kreis mit der Aufschrift "360 Grad" - und mit dem kleinen aber dem Vorstand wichtigen Zusatz "Werbering für Willich", also nicht nur für die Einzelhändler im Zentrum.

Bei einer außerordentlichen Versammlung stellte Vorsitzende und Rechtsanwalt Kinold das Logo und die neue Strategie vor. Hin zu einer größeren Attraktivität des Wohnens und des Handels werde man sich zukünftig als eine Gemeinschaft für alle Dienstleister, Händler und Gewerbetreibenden in Alt-Willich verstehen: "Der Handel und das Gewerbe in Münchheide oder im Stahlwerk Becker gehören genauso dazu." Erstmals soll daher auch das Frühlingsfest im kommenden Jahr (26./ 27. März) an der Wasserachse des Stahlwerks Becker stattfinden.

Querelen der Vergangenheit sollen begraben werden

"Wir müssen endlich einmal in unserer Stadt etwas gemeinsam tun." Dies war der Wunsch mehrerer Redner, für die die Querelen der Vergangenheit begraben werden sollten, als sich insbesondere Händler aus dem Ortskern vom Werbering nicht ausreichen vertreten fühlten.

Kinold versprach, den Kontakt zu den Mitgliedern zu verbessern, unter anderem offene Vorstandssitzungen durchzuführen oder Vorträge zu aktuellen Themen anzubieten. Er appellierte aber auch an die Händler, die dem Werbering nicht angehören, gerade bei den Gemeinschaftsaktivitäten an den verkaufsoffenen Sonntagen mit ins Boot zu kommen und nicht nur "Trittbrettfahrer" zu sein.

Abstimmung übers Logo war nicht vorgesehen

Wie der Vorsitzende des Werberings, Bernhard Kinold, bei der Mitgliederversammlung bekannt gab, wird es in diesem Jahr eine Weihnachts-Beleuchtung nur in kleiner Form auf einigen Straßenabschnitten geben: "Viele unserer Ketten sind defekt und marode."

Für eine neue Beleuchtung, die mit rund 15000 Euro beziffert wurde, fehle das Geld. Die Vorstandsmitglieder wollen deshalb bald mit den Händlern und Eigentümern reden. Kinold: "Vielleicht können wir ja eine Einkaufsgemeinschaft aufbauen und die Beleuchtung dann viel preiswerter bekommen."

Derzeit gehören 91 Mitglieder dem Werbering an, davon sind etwa 15 Prozent Einzelhändler. Zwei neue Unternehmen der Bereiche Metall-Design und Wohngestaltung kamen nach der Versammlung hinzu.

"Wenn das Frühlingsfest im Stahlwerk Becker stattfindet, können wir nicht da präsent sein und sonntags unsere Geschäfte öffnen", gab der frühere Vorsitzende Alfred Erren zu Bedenken. Der Vorstand hält an dem Vorhaben fest, ließ auch beim neuen Logo keine andere Entscheidung mehr zu.

Einige Mitglieder hätten sich eine Abstimmung dazu gewünscht, wie der Leiter der Willicher Geschäftsstelle der Sparkasse Krefeld, Klaus Engelmann: "Stellen Sie sich einmal vor, der Präsident des 1. FC Köln, Wolfgang Overath, hätte so etwas selbst entschieden. Was der von den Mitgliedern zu hören bekommen würde..."

Wie auch immer: Der Werbering will einen Neuanfang machen und aus Fehlern der Vergangenheit lernen. So wolle man das neue Cityfest im September 2011 nicht wieder so entzerren wie beim letzten Mal.

Zum neuen Beisitzer wurde noch der sportliche Leiter der "Halle 22", Thomas Mathes, gewählt.

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