Es ist immer gut, wenn jemand zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist und dann auch noch die richtige Kleidung trägt.

Rauchzeichen hat Fotograf Kurt Lübke vor den Toren von St. Tönis eingefangen. Im Hintergrund ragt der unverwechselbare Kirchturm von St. Cornelius hervor.
Rauchzeichen hat Fotograf Kurt Lübke vor den Toren von St. Tönis eingefangen. Im Hintergrund ragt der unverwechselbare Kirchturm von St. Cornelius hervor.

Rauchzeichen hat Fotograf Kurt Lübke vor den Toren von St. Tönis eingefangen. Im Hintergrund ragt der unverwechselbare Kirchturm von St. Cornelius hervor.

Rauchzeichen hat Fotograf Kurt Lübke vor den Toren von St. Tönis eingefangen. Im Hintergrund ragt der unverwechselbare Kirchturm von St. Cornelius hervor.

Willich/Tönisvorst. Überraschenden Besuch bekam die Tönisvorster FDP von Prinz LotharI. und Prinzessin Jessica I.. Das neue Stadtprinzenpaar ließ es sich nicht nehmen, beim Parteitag der FDP vorbeizuschauen. Orden erhielten Bürgermeister-Kandidat Thomas Hoechtlen, FDP-Kreisvorsitzender Wolfgang Lochner, Ex-Stadtdirektor Günter Scheuer, Vize-Parteichef Torsten Frick und Alt-Vorsitzender Horst Rehse. Weingeschenke mit dem offiziellen Prinzenwein gab es für Parteivorsitzende Birgit Coenen und Fraktionschef Hans-Josef Manten sowie Julia Schmitz. In einer humorvollen Rede zu Liberalismus und Monarchie wandte der Prinz sich schließlich noch an die "Lieberalen".

Warten auf den Container in Schiefbahn

Hilfsgüter stehen an der Straße bereit, alles wartet auf den Container in Schiefbahn - doch der kommt nicht: So geschehen in der vergangenen Woche am Wallgraben. Dort wollten rund 30 Fußballer des SC Schiefbahn einen See-Container für die Leprahilfe beladen. Kisten mit Kleidung, Fahrräder usw. waren neben der Straße gestapelt worden, doch der bei einer Reederei georderte Container blieb aus. Somit mussten die für Peru bestimmten Güter vorübergehend auf dem Gelände hinter der Leprahilfe zwischengelagert werden. 24Stunden später stand der Container dann bereit - doch diesmal ließen sich die Fußballer auf sich warten. Organisatorin Katja Hirtzmann hatte schon die Schweißperlen auf der Stirn - doch dann rückten die Männer doch noch an.

Als wäre der Papst gewählt worden

Es ist nur ein Superwahljahr, das wir vor uns haben, jedenfalls was die Politik betrifft. Ob das Oberhaupt der katholischen Kirche gewählt wird, kann wirklich noch niemand wissen. Gemeinhin wird dieses Ereignis auch nicht mit anderen Wahlen in einem Atemzug genannt. Aber manchmal sieht es wirklich so aus, als würde der Papst gewählt. WZ-Fotograf Kurt Lübke gelang vor den Toren von St. Tönis ein Bild, das weißen Rauch zeigt, der aus einem Schornstein dringt. Hohe Symbolkraft, aber nichts dahinter, findet der Stadtflüsterer.

Von einer gut gemeinten Mahnung

Warum wird der Vorster Engelbert Steeg von seiner Frau Ursula gemahnt: "Werde nicht zu wild!" Geschehen ist das Ganze vergangenen Donnerstag, wenige Minuten bevor Steeg sich ins Auto setzte und nach St. Tönis zum Discounter wollte. Was nicht der einzige Grund für die Fahrt war. Zu diesem Zeitpunkt stand an der Hochstraße in St.Tönis das WZ-Umfrage-Team und hörte sich zur Sportplatz-Situation in der Stadt um. Und da wollte Engelbert Steeg vermeiden, dass seine Vorster gegen St. Töniser Interessen ausgespielt werden. All’ dies wusste natürlich Ehefrau Ursula auch. Und weil sie ihren Gatten schon weit über 50 Jahre kennt, wusste sie auch genau, warum sie ihm diese Mahnung mit auf den Weg gab.

Eine Schließung zur besten Zeit

Was noch passierte, während der Umfragebus auf der Hochstraße stand: Das Café Reepen’s musste zumachen - Wasserrohrbruch. Erst gab’s keinen Kaffee mehr, dann streikten alle Leitungen. "Mir blieb nichts anderes übrig", sagt Chef Stefan Reepen. Mit einem Schild informierte er alle potenziellen Kunden, die sein Geschäft ansteuern wollten.

Erster Spatenstich in grünen Gummistiefeln

Der Mann ist ein Profi: Zum ersten Spatenstich für ein neues Firmengebäude auf dem Gelände des Stahlwerks Becker rückte Bürgermeister Josef Heyes als einziger der vielen Gäste in Gummistiefeln an. Weiß er doch aus Erfahrung, dass es bei solchen Anlässen manchmal ganz schon schlammig sein kann. In diesem Fall hätte er, wie die anderen Herren, die Markenschuhe anbehalten können: Dank guter Vorbereitung war der Boden hart und knochentrocken. Heyes in Anzug und grünen Stiefeln war aber trotzdem ein schöner Anblick.

Wer darf eigentlich was erzählen?

Jetzt ist es an der Zeit, Ihnen liebe Leser, mal eine Innenansicht aus der Redaktion zu präsentieren. Es geht um die Kommunikation mit der Stadtverwaltung Tönisvorst. Jahrelang war es so, dass - wenn man eine Frage hatte - man den entsprechenden Amtsleiter anrief und sich das Problem erklären ließ. Jetzt hat sich die Stadt neu organisiert. Es gibt keine Amtsleiter mehr. Auskünfte gibt’s jetzt von den Fachbereichsleitern, den Dezernenten (inklusive Bürgermeister) und der Pressestelle. Das hat oft merkwürdige Umwege und Umständlichkeiten zur Folge. Das Ganze hat auch zu tun mit dem vielzitierten Rinke-Gutachten. Das hatte befunden, die "Führungsspanne" sei zu gering. Sie verstehen das alles nicht? Es gibt auch die Erklärung, dass dem Bürgermeister ein einzelner Amtsleiter zu oft in der Zeitung war und deswegen diese Anweisung existiert. Aber das wird vehement bestritten.

Artillerie hat keinen Platz fürs Zelt

Da hatte der Stadtflüsterer letzte Woche doch erzählt, dass es in der Jahn-Sportanlage keinen Narrenschwof mehr nach dem Karnevalszug gibt und dass stattdessen die Artillerie-Gruppe an ihrem Vereinslokal Zur Linde ein Zelt anbauen wollte. In dem die Veranstaltung gut hätte stattfinden können. Sie lesen richtig: hätte! Denn die Gruppe bekommt von der Stadt nicht den Parkplatz. Jetzt hat sie keinen Platz fürs Zelt. Nix is’ mit Narrenschwof. Schade, findet der Flüsterer. Wer trotzdem feiern will, kann zumindest zu der Gruppe stoßen. Die feiert im Hof der Linde. Und in den übrigen Kneipen dürfte logischerweise auch einiges los sein. Trotzdem schade!

Denn die im Dunkeln sitzen, sieht man nicht

Die Beleuchtung im Mertenshofsaal war richtig schnuckelig, ideal für eine Diskoveranstaltung junger Leute. Doch im Saal saßen überwiegend ältere Herren jenseits der 60 ,70 und 80 Jahre. Der Vorstand als Präsidium an der Stirnseite des Saales war kaum auszumachen. Denn die im Dunkeln sieht man nicht. Dabei hätten die Damen und Herren ihr Licht keineswegs unter den Scheffel stellen brauchen. Es war der Vorstand des St. Töniser Heimatbundes mit Heinrich J. Thelen an der Spitze, der viel Positives zu berichten hatte. Die Mitglieder des Vereins nahmen die dürftige Beleuchtung recht gelassen. Dass Walter Schöler, ehemaliger SPD-Bundestagsabgeordneter, und Bürgermeister Albert Schwarz den Saal vor Veranstaltungsende verließen, hatte andere Gründe: Sie zog es zum Karneval.

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