Konzert: Gleich drei junge Bands stellten sich im Willicher Jugendheim Karo 11 dem Publikum.

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Die Krefelder Coverband „lite“ bei ihrem Auftritt.

Die Krefelder Coverband „lite“ bei ihrem Auftritt.

Die Krefelder Coverband „lite“ bei ihrem Auftritt.

Willich. Nur die Macht über den Schlüssel, die ist Vera Bramlage und Natalie Piepenbring, den beiden Leiterinnen des Willicher Kinder- und Jugenfreizeitheims, Karo11, geblieben. Den Rest haben sie abgegeben an drei junge Bands aus Willich und Krefeld, die ein Rockkonzert veranstaltet haben. Das erste seiner Art im Karo11. Begeistert von dem Engagement der Jugendlichen fanden die beiden Sozialpädagoginnen die Idee gleich "super".

Auch die Art der Musik begeistert. Denn Rock bedeutet ja auch, selbst Instrumente spielen. Die Idee zum Konzertabend hatten die Jungs und das Mädel von "Die Unglaublichen Astronauten". "Wir haben schon öfter in der Hülse in Willich gespielt und als wir nach neuen Locations gesucht haben, ist uns das Karo 11 aufgefallen", erklärt Gitarrist und Sänger Alexander Schopp.

Der verdunkelte Konzertraum mit geschickt eingesetzten Scheinwerfern und großer Bühne zeigen: Die Entscheidung war richtig. Als Initiatoren haben sich "Die Unglaublichen Astronauten" im Programm fürs Ende aufgespart.

Das sehen auch "Lessed Curse", die zweite Band des Abends, so. Untereinander sind die Bands befreundet und so war klar: Auch "Lessed Curse" sollen dabei sein im Karo11. Einziges Problem der Band: Ihr Gittarist ist nicht da. Der steht gerade noch auf einer Theaterbühne in Meerbusch und wird, wenn alles nach Plan geht, fünf Minuten vor dem Auftritt da sein. Die Theaterschminke soll er sich trotz Zeitmangels dennoch "schön wegputzen", meint Sänger Christoph Zachary und beruhigt die besorgt dreinblickenden Bandmitglieder mit nicht ganz zuversichtlich klingenden Worten: "Der kommt schon noch."

Genauso aufgeregt wie die unvollständige Band "Lessed Curse" ist an diesem Abend auch "lite", eine fünfköpfige Coverband aus Krefeld. Denn für sie ist es der erste Auftritt. Ihr bestes Cover, "Wonderwall" von Oasis, haben sie dafür aus dem Programm genommen. Ob das nicht zu gewagt ist? "Nein", sagt Sängerin Lisa Granzow und erklärt, "wir heben es für die Zugabe auf." Die soll durch die Zurufe ihrer kleinen, aber lauten Fangemeinde herbeigerufen werden. Die hatten sie durch selbstgebastelte Plakate und Flyer zum Kommen bewegt.

Unter ihnen steht auch einer, der nicht so ganz in die Altersgruppe passen will: Es ist der Vater von Sängerin Lisa. Der hat sich in die letzte Reihe gestellt und lauscht dort den ersten Tönen der Band. Denn auf der Bühne singen hören hatte er seine Tochter bisher noch nicht. "Sie hat ja zuhause schon geübt, aber das ist das erste Mal in der Gruppe", berichtet er zufrieden und stolz.

Aber Lisas Vater weiß, die Leistung seiner Tochter kommt nicht von ungefähr: "Sie tut ja was dafür, spielt Querflöte und Klavier und nimmt Gesangsunterricht." An seiner Unterstützung für die Musikkarriere seiner Tochter kann nach dem Auftritt kein Zweifel mehr sein. Denn: "Es hört sich ja auch gut an". Stimmt.

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