WZ-Fotograf Friedhelm Reimann hat sich die lokalen Wahlplakate der Parteien ganz genau angeschaut.

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Gruppenbild nach Omas Vorbild: Die Tönisvorst CDU mit ihrem ovalen Spitzenkandidaten Thomas Goßen.

Gruppenbild nach Omas Vorbild: Die Tönisvorst CDU mit ihrem ovalen Spitzenkandidaten Thomas Goßen.

Friedhelm Reimann

Gruppenbild nach Omas Vorbild: Die Tönisvorst CDU mit ihrem ovalen Spitzenkandidaten Thomas Goßen.

Willich/Tönisvorst. Die Städte sind mit Plakaten für die Kommunalwahl förmlich "zugepflastert". Mehr als 300 Stück hat allein die Willicher SPD gehängt, weitere 200 ihr Spitzenkandidat Alexander Oerschkes. Insgesamt über 200 sind es bei der Konkurrenz von der CDU - darunter acht "Wesselmänner", also Großplakate mit einer Abmessung von 2,90 mal 3,70 Meter.

Größe und Masse stimmen also - doch sind die Plakate auch gut? WZ-Fotograf Friedhelm Reimann hat sie sich aus fachlicher Sicht genau angeschaut. Hier sein Urteil mit Blick auf Willich:

Josef Heyes: Fotografisch gut gemachte Einzelplakate vor lokalem Hintergrund. Nur auf dem Bild vor dem Gründerzentrum schaut Heyes - von unten fotografiert - in die Ferne. "Warum guckt er nicht in die Kamera?"

CDU: Team-Bilder wie Einzelfotos sind "Klassiker" mit klar erkennbaren Köpfen.

SPD: Auf die locker gruppierten Kandidaten schauten viele Passanten, allerdings muss man nahe ran gehen, um sie zu erkennen.

FDP: Eine witzige Idee ist das leicht nach rechts geneigte Pinnwand-Foto.

Schauen wir nach Tönisvorst, wo die Parteien ebenfalls nicht gekleckert haben: So ist die SPD mit 330 Plakaten präsent, die FDP kommt auf 250 plus einiger Großplakate. Und Christian Hoechtlen, gemeinsamer Kandidat mit der UWT, ist rund 150-mal gehängt worden. Hier das Urteil von Friedhelm Reimann:

Christian Hoechtlen: "Der Mann kommt gut rüber, ist aber zu stark geschönt - mit dem berühmten Blendax-Lächeln von Rex Guildo."

CDU: Wie in Willich gibt es schöne Plakate mit lokalem Bezug, so Spitzenkandidat Thomas Goßen auf einer Collage mit dem Landrat vor der Streuff-Mühle. "Das Gruppenbild mit ovalem Goßen-Foto in der Mitte wirkt dagegen wie aus Omas Zeiten."

SPD: Menschlich gut rübergebracht hat eine Gladbacher Agentur die oben angeschnittenen Bilder der Kandidaten.

FDP: Ein "negativer Höhepunkt" sind aus Sicht von Friedhelm Reimann die Großplakate: "Die Collage vor unvorteilhaftem gelbem Hintergrund ist schlecht gemacht, die einzelnen Köpfe haben unterschiedliche Belichtungen." Ungeschickt sei es, darauf noch ein Mini-Plakat der lokalen Kandidaten zu pappen.

Lokale Plakate der Grünen hat Friedhelm Reimann nicht gefunden.

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