Von Aktien, Narren und sonstigen Verrücktheiten aus den Städten.

Willich/ Tönisvorst. Wer die Tönisvorster Narrenpost aufmerksam durchliest, dem wird aufgefallen sein, dass es in St.Tönis nach dem Tulpensonntagszug keinen Narrenschwof mehr in der Rosentalhalle geben wird.

Das TKK als Ausrichter über viele Jahrzehnte wollte wegen des Rauchverbotes, dessen Einhaltung man nach dem Zug in der Halle nicht garantieren konnte, kein Risiko auf eine mögliche Strafe eingehen und verzichtete so lieber gleich ganz auf die Veranstaltung.

Mal schauen, wer dafür in die Bresche springen wird. Auf jeden Fall die Artillerie-Gruppe, die in ihrem Vereinslokal Linde an der Willicher Straße in einem beheizten Zelt einen Narrenschwof anbieten wird.

Hauptsache, das Auto ist gut gegen Diebe gesichert

Wie sorge ich dafür, dass mein Auto nicht gestohlen werden kann? Auf diese Frage gibt’s an der Ecke Damm-/ Viersener Straße in St. Tönis eine eigenwillige Antwort. Dort steht ein Wagen, der mit einem Fahrradschloss gesichert ist. Auch eine Form der Wegfahrsperre, findet WZ-Leser Daniel Tschupaß.

Ein Glückwunsch an die Mama von Grappa Toni

Grappa Toni hatte zu. Überraschend dunkel war es in den letzten Tagen in der Osteria in der St.Töniser Innenstadt. Was war da los? Die Freunde von Toni können beruhigt sein - seit gestern ist das Lokal wieder geöffnet.

Keine Krankheit und auch sonst nichts Schlimmes waren der Grund für die Schließung. Tonis Mama war 90 geworden und so war der Gastwirt über die Alpen gereist, um mit ihr ein Gläschen Prosecco zu schlürfen. Ein Glückwunsch des Stadtflüsterers geht nachträglich in Richtung Italien.

Ein Weihnachtsmann für die Kundin

Schreibwaren Kohnen in Vorst hatte für die Kunden im Dezember ein Gefäß aufgestellt, in das diese nach ihrem Einkauf die Kassenbons mit Namen einwerfen sollten. Nun stand als Gewinnerin Charlotte Senitz fest, die von Inhaber Dorothee Kohnen einen großen Weihnachtsmann erhielt.

Die Wirtschaftskrise oder wie man sein Geld besser anlegt

Jaja, wir kriegen die Krise. Die Aktienkurse fallen, nichts scheint sicher. Darüber hat sich auch Familie Breuer aus Anrath Gedanken gemacht. "Wer vor 18 Monaten 1.158,48 in die Aktien der Commerzbank investiert hat, musste sich 18 Monate lang über fallende Kurse ärgern und hat heute noch 215,28 Euro übrig", schildert Dieter Breuer die Ausgangssituation.

Und hat einen Alternativplan parat: "Wer vor 18 Monaten 1.158,48 Euro in Krombacher Bier investiert hat, konnte: 18 Monate lang jede Woche einen Kasten herrliches Pils genießen - war ständig heiter - hatte viel Spaß - hat den Regenwald gerettet..." Nicht nur das. Der eigentliche Clou: Man hatte auch noch Leergut im Wert von 223,20 Euro. Prost, sagt der Stadtflüsterer.

Die Wirtschaftskrise und die armen Opfer

Die Szene könnte sich tatsächlich in Willich oder Tönisvorst abgespielt haben: Mitten in der großen Krise treffen sich zwei Aktienhändler. Sagt der eine: "Hast du Dir schon einen Strick gekauft, um Dich aufzuhängen?" Der Andere: "Nee, wovon denn?"

Mit dem Kanal endgültig reingefallen

Erinnern Sie sich an Gerhard Gimpel? Das ist ein Mann, der in der Schmitzheide bei Vorst wohnt. Eigentlich hatte man ihm zugesagt, seine Kleinkläranlage bis 2016 zu betreiben. Nachdem in diesem Bereich öffentlicher Kanal gelegt worden war, wollten die Behörden bei Stadt und Kreis nichts mehr von einer Absprache wissen.

Die Stadt bestand auf einem Anschlusszwang, der Kreis zog die Genehmigung für die anlage zurück. Das Ganze habe immer unter Vorbehalt gestanden. Gimpel klagte, verlor aber in allen Instanzen. "Pech, ist halt hinten rüber gefallen", ist hinter vorgehaltener Hand aus der Verwaltung zu hören.

Dass die hartnäckige Haltung des Mannes der Behörde besonders in Viersen aufgestoßen sei, wurde nicht mal dementiert. Vielleicht war der Ton nicht devot genug. Solche Ansprüche soll’s ja immer noch geben.

Die gelbe Krawatte in Berlin und die Rede in Oedt

Große Politik ist in der vergangenen Woche in Berlin gemacht worden: Das Konjunkturprogramm wurde beschlossen, die Kanzlerin hat dazu eine Regierungserklärung abgegeben. Ganz nahe dabei war "unser Mann" in Berlin, Uwe Schummer: Der CDU-Bundestagsabgeordnete erlebte die Rede von Angela Merkel im Plenum live mit.

Bei der Antwort von Oppositionschef Guido Westerwelle war der Neersener dann aber schon nicht mehr konzentriert dabei: Er hatte sich in sein Büro zurückgezogen, um an seiner Rede für den CDU-Kreisparteitag zu halten. Immerhin: Im Bundestags-TV konnte er den Auftritt Westerwelles verfolgen - und beeindruckt feststellen: "Der trägt eine gelbe Krawatte."

Politess X600: Damit der Kunde sofort reagieren kann

Politess X600 - was wie der Name eines neuen Modells des Raumschiffs Enterprise klingt, ist in Wirklichkeit ein Knöllchen-Sofort-Ausstellgerät in Willich. Dieser Name hätte freilich nicht so futuristisch geklungen.

"Der Verkehrsteilnehmer hat die Möglichkeit, sofort zu reagieren", werben die Entwickler. Man kann also gleich bezahlen und der Stadtkasse etwas Gutes tun. Ob Scotty auf das neue Poli-Stress-System inklusive Beweiskamera und Drucker sofort reagiert und es ins All gebeamt hätte?

Ein Kostüm für Ministerin Rolfine

Fehler macht jeder - wie man damit umgeht, ist eine andere Sache. Das musste auch Rolf Köster merken, der Minister der Karnevalsprinzessin Jessica I. (Vauth). Die gemeinsame Festschrift der KG Nachtfalter und der Treuen Husaren machten aus ihm den "Ministerin" der Prinzessin.

So machte sich Ingrid Giltges, die Frau seines Chefs, in dieser Woche dran, ein Ministerinnen-Kostüm zu schneidern, das pünktlich zum Aufzug bei den Nachtfaltern fertig war. Und so zog Köster als Ministerin Rolfine Kösters zum Gaudi des Prinzenpaares und der Gäste ins Forum ein. Perfekt geschminkt, mit blonden langen Haaren und einem bodenlangen Kleid.

Nicht das Wort abgeschnitten

"So war’s nicht gemeint." So reagiert der St. Töniser Jochen Giltges auf die Berichterstattung von der jüngsten Prinzengala. Er habe nicht - wie manche Besucher der Veranstaltung im Forum Corneliusfeld dachten - dem Kinderprinzenpaar das Wort verweigert.

"Nichts liegt mir ferner", sagt der erfahrene Karnevalist. Offenkundig seien die Jung-Majestäten so nervös gewesen, dass sie nicht hätten reden können. "Da mussten wir im Programm weitermachen." Und noch weiter: Der Jugendkarneval genieße allerhöchstes Ansehen.

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