Am 17. Dezember können Weihnachts-Pakete für in Not geratene Bürger in der Kulturhalle abgegeben werden.

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Noch sind die Tüten leer: Christa Disselkamp, Salih Tahusoglu und Petra Lopez (v.r.) sammeln für die Willicher Tafel.

Noch sind die Tüten leer: Christa Disselkamp, Salih Tahusoglu und Petra Lopez (v.r.) sammeln für die Willicher Tafel.

Friedhelm Reimann

Noch sind die Tüten leer: Christa Disselkamp, Salih Tahusoglu und Petra Lopez (v.r.) sammeln für die Willicher Tafel.

Willich. Die Willicher Tafel wird auch 2010 das ganze Jahr hindurch in Not geratenen Mitbürgern helfen. Zum zweiten Mal führt die von Christa Disselkamp angeführte Gemeinschaft jetzt eine "Weihnachtspäckchen-Aktion" durch. Familien sind aufgerufen, kleine Pakete mit haltbaren Lebensmitteln zu packen und diese am Donnerstag, 17. Dezember, von 10 bis 18 Uhr, in der Schiefbahner Kulturhalle abzugeben. Tags darauf erfolgt dort von 10 bis 16 Uhr die Ausgabe.

"Das war schon stark im letzten Jahr", erinnert sich Kevin van Straelen (18) von der Schülervertretung des St. Bernhard Gymnasiums an Weihnachten 2008. Damals wurden etwa 750 Päckchen gebracht. "Wir sind regelrecht überrannt worden", beschreibt auch Schulleiterin Margret Peters den Ansturm. Wie im Vorjahr hilft die Schülervertretung bei der Organisation und bei der gerechten Verteilung. Landesweit wird die Aktion vom WDR ("Lokalzeit") unterstützt.

"Die Hemmschwelle, den Weg zu uns anzutreten, ist nach wie vor hoch, dennoch wird die Akzeptanz immer größer", sagen Christa Disselkamp und Petra Lopez vom Tafel-Vorstand. Sie hoffen, dass nicht nur die regelmäßige "Kundschaft" am 18.Dezember in die Kulturhalle kommt. Derzeit unterstützt die Tafel 875 Personen, davon 342Kinder. Wie schnell man in Nöte kommen kann, macht das Beispiel einer fast 50-jährigen Willicherin deutlich: Ihr ausländischer Ehemann kehrte ins Heimatland zurück, leistet keinen Unterhalt: "Ich komme mit meinen fünf Kindern mehr schlecht als recht über die Runden."

Keine Kleidung, Geldgeschenke oder alte Kuscheltiere erwünscht

Auch an die anderen Schulen und Kindergärten im Stadtgebiet wird appelliert, sich an der Aktion zu beteiligen und bei den Familien und Freunden um Hilfeleistungen zu bitten. Die Pakete sollen, um eine gerechte Verteilung zu garantieren, offen oder mit einer Klarsichtfolie versehen sein. "Bitte keine Kleidungsstücke, keine gebrauchten Kuscheltiere, keine Geldgeschenke, leicht verderbliche oder beschädigte Ware reintun", sagt Christa Disselkamp. Hingegen sind jede Art von ungekühlt haltbaren Artikeln erwünscht, unter anderem Gewürze, Backmischungen, Cornflakes, Tütensuppen oder Konserven. Petra Lopez: "Möglich sind auch weihnachtliche Dekorationsmaterialien, Weihnachtsgrüße oder kleine Geschenke für Kinder."

Wie erhält man sein Paket? Tafel-Kunden bekommen vorab in den Ausgabestellen einen Gutschein. Andere Personen sollen am 18. Dezember einen Nachweis mitbringen, entweder die Arbeitslosenbescheinigung oder den Sozialhilfe-/Rentenbescheid.

"Lebensmittel erhalten wir eigentlich genug", sagt Christa Disselkamp. In Zeiten der Wirtschaftskrise stellt sie allerdings einen Spendenrückgang um rund 25Prozent gegenüber dem Vorjahr fest. Hinzu kommt der um 50 Prozent geringere Betriebskostenzuschuss der Stadt.

Wer mit einer Geldspende helfen möchte: Volksbank Mönchengladbach, BLZ 31060517, Kontonummer 3110096010.

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