Drei Studenten haben erfolgreich Werbung für die Partnerschaft mit Zogorée gemacht.

Stefan Finger, Marliese Grips Selders und Bürgermeister Josef Heyes machen sich für Zogorée stark.
Stefan Finger, Marliese Grips Selders und Bürgermeister Josef Heyes machen sich für Zogorée stark.

Stefan Finger, Marliese Grips Selders und Bürgermeister Josef Heyes machen sich für Zogorée stark.

Lübke

Stefan Finger, Marliese Grips Selders und Bürgermeister Josef Heyes machen sich für Zogorée stark.

Willich. Eine Sozial-Marketing-Kampagne als Bachelor-Arbeit: Der Willicher Stefan Finger, Student der Sozialwissenschaften, hat seine Aufgabe sehr ernst genommen.

Seit November 2006 arbeitete er gemeinsam mit seinen beiden Düsseldorfer Studienkollegen Holger Harms und Nora Wächter daran, den Förderverein Willich-Zogorée-Linselles in der Stadt bekannter zu machen.

Mit doppelt erfreulichem Resultat: Das Kampagnen-Ziel wurde erreicht - und für die Bachelor-Arbeit gab’s die Note 1,5.

"Mit dem Projekt haben wir uns extrem übernommen."

Stefan Finger, Student

"Das war sehr viel Arbeit. Mit dem Projekt haben wir uns extrem übernommen", gestand Finger (25) am Freitag. Mit Bürgermeister Josef Heyes als Schirmherr und Marliese Grips Selders vom Förderverein stellte er die "spannenden Ergebnisse" der Kampagne vor.

Die stand unter dem Motto "Partnerschaft Will-ich - Partnerschaft brauch’ ich." Ziel war es, die Frage zu beantworten, welche Effekte man mit Sozial-Marketing erreichen kann.

Foto-Ausstellungen, Plakataktionen, Besuch in über 20Schulklassen, mehrere Pressekonferenzen, über 30 Zeitungsartikel, eine eigene Homepage - Finger & Co. hatten viel Zeit und Energie in das Projekt gesteckt.

Was ursprünglich nur als Semesterarbeit gedacht war, nahm immer größere Ausmaße an. Zu den Vorbereitungen gehörte sogar eine mehrwöchige Reise nach Zogorée, Willichs Partnerstadt in Burkina Faso.

379 Willicher waren zu Beginn nach ihrem Wissen über die Partnerschaft und den Förderverein befragt worden. Auch die Bereitschaft, Geld für ein Projekt des Vereins zu spenden, wurde abgeklopft. Ergebnis: 50 Prozent kannten die Partnerschaft, 75 Prozent erklärten, sie seien bereit, dafür auch zu spenden.

Und heute? Nach Ende der Kampagne kennen immerhin 70 Prozent der jetzt 271 Befragten die Partnerschaft, 90 Prozent geben an, sie seien zu Spenden bereit. Tatsächlich hat sich das Spendenaufkommen aber nicht erhöht. Hat Finger dafür eine Erklärung?

"Das Ergebnis ist nicht überraschend. Eigentlich wäre jetzt, nachdem der Bekanntheitsgrad erhöht wurde, der richtige Zeitpunkt für eine gezielte Spendenkampagne."

Wird es die geben? Jedenfalls nicht von Finger und seinen Kollegen: Dafür fehlen Zeit und Kraft. "Der Verein wird sich aber bemühen, dranzubleiben", erklärte Marliese Grips Selders.

Zudem war durch die bei der Kampagne gesammelten Gelder ein Überschuss von knapp 1600 Euro erwirtschaftet worden. Der wird zu 100 Prozent den Menschen in Zogorée helfen: Laut Grips Selders werde das Geld in den Schulbau und in die Ausbildung von Jugendlichen fließen.

Stefan Finger und seine Kollegen geben ihre wissenschaftlichen Ergebnisse zum Sozial-Marketing an anderer Stelle weiter: So hat sich der Deutsche Entwicklungsdienst daran sehr interessiert gezeigt.

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