Mit Gapcon siedelt sich eine weitere hochkarätige Firma im Stahlwerk Becker an.

Bei der Grundsteinlegung: Dieter Röhrscheid, (Grundstücksgesellschaft), Wolfgang Wiertz (2.v.r.) und Wolfgang Mark (beide Gapcon-Geschäftsführer) sowie Bürgermeister Josef Heyes (r.).
Bei der Grundsteinlegung: Dieter Röhrscheid, (Grundstücksgesellschaft), Wolfgang Wiertz (2.v.r.) und Wolfgang Mark (beide Gapcon-Geschäftsführer) sowie Bürgermeister Josef Heyes (r.).

Bei der Grundsteinlegung: Dieter Röhrscheid, (Grundstücksgesellschaft), Wolfgang Wiertz (2.v.r.) und Wolfgang Mark (beide Gapcon-Geschäftsführer) sowie Bürgermeister Josef Heyes (r.).

Friedhelm Reimann

Bei der Grundsteinlegung: Dieter Röhrscheid, (Grundstücksgesellschaft), Wolfgang Wiertz (2.v.r.) und Wolfgang Mark (beide Gapcon-Geschäftsführer) sowie Bürgermeister Josef Heyes (r.).

Willich. Ein weiterer Hochkaräter lässt sich im Stahlwerk Becker nieder. Gapcon heißt die Firma, die Mittwochnachmittag den ersten Spatenstich für ihr neues Domizil vornahm. An der Walzwerkstraße entsteht eine 1200 Quadratmeter große Montagehalle. Insgesamt ist das Areal 4000 Quadratmeter groß, so dass später ein Verwaltungsgebäude Platz hat.

Gapcon wurde 2006 gegründet, mittlerweile wächst die Firma. In den kommenden Jahren werden hier 50 Mitareiter beschäftigt sein. Bislang befindet sich die Firmenverwaltung in Meerbusch-Büderich, während die Produktion in Siegen abgewickelt wird.

Die hergestellten Walzen wiegen zwischen fünf und 60 Tonnen

Das Unternehmen ist Speziallieferant für Walzen, die in der Papierveredelung gebraucht werden. Die Teile sind zwischen fünf und 60 Tonnen schwer. "Wir besetzen ein Nischengeschäft", sagt Wolfgang Wiertz, der mit Wolfgang Mark die Geschäfte führt. Die Auftragsbücher seien voll, die Firma bestens aufgestellt. In die neue Halle investiert Gapcon 1,6 Millionen Euro, das Verwaltungsgebäude wird eine weitere Million Euro kosten.

Lob gab’s am Mittwoch für die gute Zusammenarbeit mit der Grundstücksgesellschaft, für die Stadt mit Josef Heyes und für die Wirtschaftsförderung. Wirtschaftsförderer Peter Heinze nahm’s lächelnd zur Kenntnis und freute sich.

"Das ist halt kein Gewerbegebiet, das sofort abverkauft wäre", betont er im Gespräch mit der WZ. 63 Prozent des Stahlwerk-Geländes sind verkauft. Heinze weist auf die Vorzüge des Standorts hin. Das Stahlwerk sei ein Gebiet, wie man es äußerst selten vorfinde. Einerseits werde das alte Fabrik-Flair transportiert, andererseits würden städtebauliche Gestaltungsprinzipien gelten.

Das beinhalte auch, dass die Unternehmen, die sich ansiedelten, ihren Entwurf vorlegen müssten. "Dafür können die Firmen repräsentative Gebäude errichten, in denen sie sich präsentieren könnten", erklärt der Willicher Wirtschaftsförderer.

Auch für die weitere Entwicklung ist Heinze positiv gestimmt. Nachdem nun auch das frühere Wasserwerk an einen Mönchengladbacher Investor verkauft ist, sieht er auch für die große Halle4 Licht am Ende des Tunnels. "Dort zeichnet sich vielleicht schon bald eine Lösung ab." Genaueres könne er allerdings noch nicht verraten.

Ein schwierig zu vermarktendes Objekt ist Halle 18 unmittelbar an der Anrather Straße in Willich. Das ist nicht zuletzt durch die Größe so. 93 mal 26 Meter ist die Grundfläche des Gebäudes, es ist 20 Meter hoch, man bekäme vier Geschosse hinein und käme auf eine mögliche Gesamtfläche von 8000 Quadratmetern. "So etwas wird nicht häufig angeboten", sagt Peter Heinze.

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