Der Willicher Bürgermeister freut sich über gute Bremsen, den Klassenerhalt für Borussia – und einen neuen Festspiel-Rekord.

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So kennt man ihn: Josef Heyes saust von Termin zu Termin.

So kennt man ihn: Josef Heyes saust von Termin zu Termin.

So kennt man ihn: Josef Heyes saust von Termin zu Termin.

Willich. Unsere Zeitreise zum 3. Januar 2010 geht weiter. Es ist der Tag, an dem Albert Schwarz und Josef Heyes auf das abgelaufene Jahr 2009 zurück blicken. Was dem früheren Tönisvorster Bürgermeister Albert Schwarz mit einem hohen Maß an Entspannung gelingt, fällt seinem Ex-Amtsbruder aus Willich, Josef Heyes, deutlich schwerer. Schließlich hat er sich noch nicht aufs Altenteil gesetzt. Dennoch, auch seine Bilanz fällt sehr persönlich aus. Wenngleich Heyes mit einer Abwehr beginnt.

"Nein, die politische Entwicklung des Jahres werde ich nicht kommentieren." Allerdings habe er sich über die hohe Wahlbeteiligung gefreut, sowohl bei der Europa- wie bei der Kommunalwahl. Das lässt er sich entlocken. Eine Beurteilung seines Ergebnisses will er auch mit dem großen zeitlichen Abstand nicht geben. Lassen wir ihn.

Die wirtschaftliche Situation in Deutschland. Wie hat er diese gesehen? "Gut, dass wir nicht Trübsal geblasen haben", resümiert Heyes. Es sei gelungen, zusammen mit den Unternehmen die Arbeitsplätze in der Stadt zu sichern. "Das Jahr ist deutlich besser gelaufen als befürchtet. Wir haben uns nicht entmutigen lassen."

Zum Fußball und dem Fast-Wunder von Hoffenheim: "Den Bayern kann ich zum erkämpften Titel nur gratulieren. Da muss man fair bleiben", sagt der Mann. Freuen kann er sich dagegen über den Klassenerhalt der Borussia. "Das wäre eine Riesenschande gewesen, wären die abgestiegen." Die Mannschaft habe große Kämpfer-Qualitäten bewiesen. "Die Heimspiele tun der Region gut."

Sein persönliches Highlight im abgelaufenen Jahr 2009? Heyes wiegt den Kopf, muss nicht lange nachdenken. "Ich habe das 61. Lebensjahr mit Gesundheit, Frohsinn und Tatkraft überstanden. Das ist die Hauptsache." Ein neues Fahrrad hat er bekommen. Was hat sich geändert? Josef Heyes lacht. "Als Ziel hatte ich gedacht, mit 3500 Kilometern im Jahr auszukommen. Jetzt war ich überrascht, dass es doch wieder 5000 Kilometer waren." Bei dieser Laufleistung habe das Rad gute Dienste getan. Er sei begeistert von der Brems- und Beleuchtungstechnik.

Die Schlossfestspiele haben wieder Rückenwind bekommen. Wie beurteilt er diese Entwicklung? "Super", sagt Heyes. Petrus habe den Niederrheinern einen tollen Sommer geschenkt. "Da geht man gerne ins Freilicht-Theater." Und bei diesen Temperaturen in Kombination mit dem angebotenen Programm sei es kein Wunder, dass es wieder Besucher-Rekorde gegeben habe. Was ihn zudem freut: "Auch die Betreiber der Orangerie im Schlosspark sind zufrieden. Die hatten ebenfalls einen guten Absatz."

2010 feiert Anrath als ältester Stadtteil seinen 1000.Geburtstag. Unter anderem soll Bundespräsident Köhler kommen. Freut sich Heyes schon auf ihn? "Klar, er ist ebenso ein großer Wunsch wie Ministerpräsident Jürgen Rüttgers." Außerdem freue er sich auf Kardinal Meisner aus Köln. "In seinem 77.Jahr werde ich ihn auf ein Schnäpschen einladen. Er sollte genug Zeit mitbringen." Das Jubiläum von Anrath werde eine tolle Sache. Sprach’s, schwang sich trotz eiskalter Temperaturen auf seinen Drahtesel und war verschwunden. Richtung Anrath, zur ersten Jubiläumsveranstaltung.

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