Die Stadt hat kein Geld für die geplante Anlage. Jetzt wird nach Finanzierungs-Ideen gesucht.

Dirt-Biker machen auf ihren Anlagen akrobatische Sprünge.
Dirt-Biker machen auf ihren Anlagen akrobatische Sprünge.

Dirt-Biker machen auf ihren Anlagen akrobatische Sprünge.

Dirt-Biker machen auf ihren Anlagen akrobatische Sprünge.

Willich. "Wegen der knappen Haushaltsmittel können die beantragten 15.000 Euro nicht zur Verfügung gestellt werden": Die Verwaltung sagt Nein zur Errichtung eines "Dirt Parcours" wie vom TVSchiefbahn beantragt. Der Jugendhilfeausschuss sprach sich dagegen einstimmig für ein Jein aus: Zwar wird die kritische Finanzlage gewürdigt, aber im Rahmen der Haushaltsberatungen soll das Thema noch einmal diskutiert werden.

Klaus Bamberg, Vorsitzender des TV Schiefbahn, war nicht davon ausgegangen, dass das ehrgeizige Projekt auf dem Gelände des St. Bernhard-Gymnasiums eine Mehrheit finden würde angesichts knapper Kassen. Kämmerer Willy Kerbusch sprach Klartext: "Leider hat sich die finanzielle Situation im letzten Jahr deutlich verändert. Wir werden uns vieles nicht mehr leisten können." Nach neuesten Erkenntnissen sei der Rückgang der Gewerbesteuereinnahmen drastischer als erwartet ausgefallen.

Thomas Brandt (FDP) mahnte, den Antrag nicht einfach abzulehnen, sondern im Rahmen der Haushaltsberatungen erneut darüber zu diskutieren. "Vielleicht kommen uns Ideen, wie die Sache kostengünstiger umzusetzen ist", schlug auch Erika Klopmeier (SPD) vor. "Ich war als Junge schon Dirt-Biker", outete sich der Ausschuss-Vorsitzende Dieter Lambertz (CDU). Gemeinsam mit Bernard Henter (CDU) habe er nach Möglichkeiten gesucht - "aber nichts gefunden".

Einstimmig wurde beschlossen, das Thema "Dirt Parcours" in die Haushaltsberatungen zu nehmen. Bis dahin sollen auch noch offene Fragen beantwortet werden. Willy Kerbusch hatte zu verstehen gegeben, dass bei einem Projekt dieser Größenordnung - Bamberg geht davon aus, dass 60 bis 70 Sattelzug-Ladungen mit Erdreich herbeigeschafft werden müssen - die Genehmigung der Unteren Wasserbehörde erforderlich sei. Außerdem müsse ermittelt werden, wie teuer der Rückbau einer solchen Anlage sein würde für den Fall, dass das Interesse an dieser Sportart irgendwann schwindet.

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