Gutachten: Für die City von Alt-Willich wird über eine Parkscheibenregelung nachgedacht. Anwohner könnten sich davon „freikaufen“.

Parkzonen für Anwohner gibt es in vielen Großstädten schon lange.
Parkzonen für Anwohner gibt es in vielen Großstädten schon lange.

Parkzonen für Anwohner gibt es in vielen Großstädten schon lange.

Parkzonen für Anwohner gibt es in vielen Großstädten schon lange.

Willich. Bewohner- beziehungsweise Anwohnerparken ist in vielen Städten längst eine Selbstverständlichkeit: Ein Parkausweis berechtigt, zeitlich unbegrenzt in Wohnungsnähe zu parken, und zwar auch auf Parkplätzen, auf denen sonst nur eine begrenzte Zeit geparkt werden darf. Wird es so etwas demnächst auch in Willich geben? Dr. Michael Frehn vom Ingenieurbüro "Planersocietät" stellte seine Überlegungen dazu am Mittwochabend im Planungsausschuss vor. Auslöser waren die Pläne zur Umgestaltung des Kaiserplatzes.

"Die Regelung muss einfach und systematisch sein."

Dr.Michael Frehn zum Thema Anwohnerparken

Eine Erkenntnis, die viele Ausschussmitglieder überraschte: Im Zentrum von Alt-Willich ist genügend Parkraum da, egal, ob nachts oder nachmittags. Im Herzen des Ortes, das der Planer genau unter die Lupe genommen hatte, leben rund 1700 Menschen - sie verfügen über 923 Kraftfahrzeuge. Im öffentlichen Straßenraum existieren 530 Stellplätze - 306 von ihnen im Straßenraum, 224 auf Parkplätzen.

"Nachmittags sind 64 Prozent der Plätze an der Straße und 53Prozent auf Parkplätzen besetzt", erklärte Frehn. Grabenstraße und ein Teil der Kreuzstraße seien besonders stark belastet.

Ein weiteres Resultat, das das Büro "Planersocietät" ermittelt hat: "Zwei Drittel der Anwohner brauchen ihren Parkplatz auch nachmittags." Michael Frehn gab folgende Empfehlungen: "Die Regelung muss einfach und systematisch sein. Kundenparkplätze in Geschäftsnähe dürfen jedoch durch die Anwohnerparkplätze nicht verdrängt werden." Und er empfahl, in der City von Alt-Willich eine Parkscheibenregelung in der Zeit zwischen 10 und 18 Uhr einzuführen.

Die Anwohnerberechtigung würde rund 20 bis 30 Euro jährlich kosten. "Den Bewohnern wird ein gewisser Mehrwert geboten. Was ist, wenn auch in angrenzenden Wohngebieten der Wunsch nach Bewohnerparken aufkommt?", wollte Johannes Bäumges (CDU) wissen. Michael Frehn sieht dieses Begehren aber nicht auf die Stadt zukommen.

"Das Parken in der Innenstadt ist mitunter leichter als auf den Zufahrtsstraßen wie der Breite Straße und dem hinteren Teil der Kreuzstraße", gab Paul Schrömbges (CDU) zu verstehen. Im Rahmen der Bürgerbeteiligung bezüglich der Gestaltung des Kaiserplatzes soll auch das Bewohnerparken vorgestellt werden.

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