Beigeordneter Christoph Gerwers wird Bürgermeister in Rees. Willich wird er verbunden bleiben.

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Christoph Gerwers wird Bürgermeister von Rees.

Christoph Gerwers wird Bürgermeister von Rees.

Christoph Gerwers wird Bürgermeister von Rees.

Willich. Noch zehn Arbeitstage und der Rest von Donnerstag: Für Christoph Gerwers hat am Montag der Countdown bei der Willicher Stadtverwaltung begonnen. Seit 17 Jahren ist der Erste Beigeordnete dort beschäftigt, hat seine ersten beruflichen Schritte in der Stadt gemacht. Doch am 21. Oktober beginnt für den 46-Jährigen ein neuer Lebensabschnitt: Als Bürgermeister von Rees wechselt er 85 Kilometer entfernt auf die andere Rheinseite.

"Ich freue mich total darauf", sagt Gerwers, für den der neue Arbeitsplatz eine Rückkehr in die alte Heimat bedeutet: Nur wenige Kilometer entfernt ist er im Dörfchen Bislich geboren und aufgewachsen. Und wenn er in den vergangenen Wochen bei den Eltern übernachtete, um am nächsten Morgen zum Wahlkampf-Termin über den Deich in Richtung Rees zu radeln, dann weckte der Duft des Rheins Erinnerungen an die Kindheit.

Für beruflichen Neuanfang noch jung genug

Die eigenen Kinder - Eva (7) und Julian (11) - sind in Willich geboren. Doch Gerwers und Ehefrau Uschi sind zuversichtlich, dass ihnen der bevorstehende Umzug nichts ausmachen wird: "Da wohnen ja Oma und Opa, meine Schwester und deren Kinder."

In den nächsten Wochen ändere sich ohnehin noch nichts: "Ich werde anfangs pendeln. Den Hausverkauf in Wekeln und die Suche nach etwas Neuem in Rees gehen wir ganz ruhig an."

Den beruflichen Neuanfang hat Christoph Gerwers ganz bewusst zu diesem Zeitpunkt gewählt: Mit 46 sei man für eine solche Herausforderung noch gerade jung genug. Dennoch fällt ihm der Abschied nicht leicht: "Ich hatte schöne Jahre, habe gerne hier gearbeitet."

Größere unerledigte Aufgaben lasse er nicht zurück: Der Masterplan für die Kindertagesbetreuung werde jetzt vorgelegt, die Festspiele seien wieder auf einem hervorragenden Weg, die Offene Ganztagsgrundschule werde gut nachgefragt.

Die Finanz- und Wirtschaftskrise mache für seinen Nachfolger die Arbeit aber schwer: "In meinem Dezernat gibt es viele freiwillige Leistungen, die dann schnell gestrichen werden. Ich kann nur sagen, dass die Stadt gut beraten wäre, alles zu tun, um ihre bisherigen Standards zu halten."

Tourismus, Wirtschaftsförderung, Hallenbad-Erneuerung, Open-Air-Kino - das sind Themen, mit denen sich Christoph Gerwers am neuen Arbeitsplatz beschäftigen wird. Und Repräsentieren muss er als Bürgermeister - "das habe ich im Wahlkampf erst lernen müssen". Willich wird er weiter verbunden bleiben, denn die Familie Gerwers lässt hier Freunde zurück. "Und zu den Festspielen werde ich sicher auch wieder anreisen."

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