Im Katharinen-Hospital kann sich der junge Mohammed aus dem Jemen von einem Verkehrsunfall erholen. Mittlerweile hält er in seinem Rollstuhl, mit dem er im gesamten Krankenhaus unterwegs ist, alle auf Trab.

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Dr. Uwe Neukamp und Mohammed aus dem Jemen, der mit einem komplizierten Knochenbruch eingeliefert worden war. Nun geht es ihm schon viel besser.

Dr. Uwe Neukamp und Mohammed aus dem Jemen, der mit einem komplizierten Knochenbruch eingeliefert worden war. Nun geht es ihm schon viel besser.

Dr. Uwe Neukamp und Mohammed aus dem Jemen, der mit einem komplizierten Knochenbruch eingeliefert worden war. Nun geht es ihm schon viel besser.

Willich. Der kleine Mohammed aus dem Jemen ist ca. 12 Jahre alt, das genaue Geburtsdatum kennt niemand. Bei einem schweren Verkehrsunfall im Jemen hatte er sich einen offenen Unterschenkelbruch zugezogen, die Wunde begann sich zu infizieren.

Über das Hammer Forum wurde Mohammed zur Behandlung an das Katharinen-Hospital vermittelt und dort am 31. Januar aufgenommen. Der Verein kümmert sich seit 1991 um verletzte und kranke Kinder aus Kriegsgebieten.

Mittlerweile hat Mohammed sich gut von seinen Verletzungen erholt. Im Katharinen-Hospital wird er kostenfrei behandelt und kann nach seiner Genesung wieder in den Jemen zurückreisen. Bei seiner Ankunft war ein großer Teil des Schienbeinknochens bereits abgestorben. Aus den Wunden floss ununterbrochen Eiter und der Knochen lag teilweise frei. Durch Antibiotika bekamen die Ärzte die Infektion dann doch recht schnell in den Griff.

Aufgrund des komplizierten Bruchs wurde der Kleine anschließend bisher zweimal operiert. Darunter erfolgte auch eine Knochentransplantation zur Wiederherstellung des Schienbeins. Weitere Probleme ergaben sich aufgrund der unterschiedlichen Essensgewohnheiten.

"Er musste sich anfangs an die deutsche Küche und die regelmäßigen Mahlzeiten gewöhnen. Mohammed war untergewichtig als er zu uns kam. Mittlerweile hat er aber schon vier Kilogramm zugenommen", erklärt die Stationsschwester Nadja.

Mittlerweile hält er in seinem Rollstuhl, mit dem er im gesamten Krankenhaus unterwegs ist, alle auf Trab. Mitarbeiter und Mitpatienten haben den freundlichen Mohammed rasch ins Herz geschlossen.

Dank ihrer Hilfe hat er schon die ersten deutschen Wörter gelern und bereits sein eigenes Motto formuliert: "Wer nicht arbeitet, bekommt auch nichts zu essen." Getreu diesem, unterstützt er tatkräftig mit kleinen Aufgaben die Arbeit der Schwestern auf Station 2.

"Mohammed ist ein offener, dankbarer und äußerst kluger Junge. Sein Zustand verbessert sich von Tag zu Tag. Wir sind sehr zuversichtlich, dass er bald vollständig genesen sein wird", sagt Schwester Nadja.

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