Die Besucher bekamen einen Einblick in die Möglichkeiten alternativer Energien.

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Gag am Rande: eine mit Solarstrom betriebene Windmühle.

Gag am Rande: eine mit Solarstrom betriebene Windmühle.

Gag am Rande: eine mit Solarstrom betriebene Windmühle.

Willich. "Entdecke die Möglichkeiten": Dieser Slogan eines schwedischen Möbelhauses hätte auch bestens zum Tag der offenen Tür auf dem Fringshof gepasst. Es ging um die Möglichkeiten, intelligente und umweltschonende Energien einzusetzen.

Für Stadtwerke-Chef Albert Lopez sind die Energieprobleme "nicht mit einem Geistesblitz zu lösen": Er sprach vielmehr von einem Weg der kleinen Schritte und hob die Initiative "Bürger Solar Willich" hervor: "Auf allen 17 Satteldächern auf städtischen Gebäuden werden für 2,5 Millionen Euro Solaranlagen installiert. Bürger können für insgesamt 750 000 Euro Anteile ab 500 Euro erwerben."

Was Lopez beachtlich findet: 200 000 Euro wurden bereits gezeichnet, ohne dass die Initiatoren Volksbank Mönchengladbach, Stadtwerke Willich und die Grundstücksgesellschaft die Werbetrommel gerührt hätten.

Willy Kerbusch, Geschäftsführer der Grundstücksgesellschaft, erinnerte an folgendes: "Den alten Hof hatten wir im Hinblick auf die Entwicklung von Münchheide IV Süd gekauft." Als Referenzobjekt ist das Anwesen mit neuesten Umwelttechnologien ausgestattet worden. Die ehemalige Reithalle hat beinahe Passivhaus-Standard erreicht, Solarthermie, Photovoltaikalage und Geothermie sind Investitionen, die sich lohnen.

Der Stahlbetonboden der Hallen wurde mit Heizschleifen ausgerüstet, die die Bodenplatte zum Wärmestrahler machen - und im Sommer für Kühlung sorgen.

"Die Energieprobleme sind nicht mit einem Geistesblitz zu lösen."

Albert Lopez, Geschäftsführer der Stadtwerke Willich

Bis zu drei Gewerbeeinheiten in diesem alten Hof sind übrigens noch zu verpachten. Willy Kerbusch hat nur eine Bedingung an die künftigen Nutzer: "Hier soll nichts reinkommen, was die Umwelt belastet."

Ein Pächter ist Ralf Schönfelder von der Firma Majatherm, die Wärmepumpen baut. Das Geschäft bleibt unberührt von der Wirtschaftskrise. Raimund Berg, Ratsherr der Bündnisgrünen, war zufrieden mit der Leistungsschau: "Die Stadt Willich wird grün, das haben wir so gewollt." Und er lobte, dass die Bürger mit ins Boot geholt würden bei "Bürger Solar Willich".

Bernd Bremerisch-Ranft gehörte zu den Referenten, die die Besucher informierten. Jeden Mittwoch von 16 bis 19 Uhr steht er im Gründerzentrum nach Anmeldung für Fragen rund um die Erdwärme zur Verfügung: "Wegen der besonderen Wärmeleitfähigkeit des Gesteins ist Willich einer der besten Standorte in für Geothermie", sagt Bremerisch-Ranft.

Auf die Besucher warteten neben handfesten Infos unter anderem Bausätze für solarbetriebene Windmühlen und Karussells sowie mit Solarstrom gebrautes "Sonnenbier".

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