Das vierte Blues-Festival sammelt für Niklas. John Lee Hooker Junior tritt auf.

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Hot´N´Nasty sorgten beim Blues-Festival 2007 für Stimmung. Dieses Jahr richten sich hohe Erwartungen unter anderem an John Lee Hooker Jr. (Archiv

Hot´N´Nasty sorgten beim Blues-Festival 2007 für Stimmung. Dieses Jahr richten sich hohe Erwartungen unter anderem an John Lee Hooker Jr. (Archiv

Lübke

Hot´N´Nasty sorgten beim Blues-Festival 2007 für Stimmung. Dieses Jahr richten sich hohe Erwartungen unter anderem an John Lee Hooker Jr. (Archiv

Willich. Das Blues-Festival naht: Bereits zum vierten Mal locken Jochen Contzen und Klaus Haselhoff die Blues-Freunde im April nach Willich.

Alle zwei Jahre veranstalten die Beiden ein großes Festival mit hochkarätigen Bands für die Freunde der Musik mit dem schleppenden Rhythmus. Drei Bands kommen jeweils zum Einsatz, für 20 Euro Eintritt (inklusive Benefiz-Euro für Niklas, plus Vorverkaufsgebühren) und machen mindestens fünf Stunden Musik im Kaisersaal Schiffer an der Peterstraße.

"Der steigt in die Fußstapfen seines Vater, ist aber nicht ganz so wild."

Jochen Contzen über John Lee Hooker Junior

Diesmal ist die in der Region angesiedelte Band Magic Johnsons’s Blues Band aus Duisburg mit dabei, sowie mit Lee Hooker Junior ein namhafter Act aus Amerika, der Heimat des Blues. Und dann gibt es noch "etwas ganz Spezielles", wie Klaus Haselhoff es nennt. Wie im vorletzten Jahr spielt die Danny Bryant’s Red Eye Band von der britischen Insel.

John Lee Hooker Junior hat einen großen Namen: Er ist der 1952 geborene Sohn der 2001 verstorbenen Blues-Legende John Lee Hooker. "Der steigt in die Fußstapfen seines Vaters, ist aber nicht ganz so wild", sagt Jochen Contzen in seiner lapidaren Art: "Seine Musik ist ruhiger und durchdachter." Man darf gespannt sein auf den Mann, der gemeinsam mit seinem Vater schon im Alter von acht Jahren auf der Bühne stand.

Jochen Contzen wird einen alten Blues-Brothers-Hut verkaufen

In der Folgezeit geriet er jedoch mehr mit Alkohol- und Drogenexzessen als mit Plattenveröffentlichungen in die Schlagzeilen. Das richtige Blues-Feeling hat er aber garantiert. Das Gefühl von Trauer, Sehnsucht und einem Rhythmus, der seine Kraft aus ganz tiefen Schichten des Lebens bezieht.

Danny Bryant begeisterte die Gäste schon beim letzten Blues-Festival im April 2007. Er ist ein Insider-Tipp: 28 Jahre alt, keine Schönheit, mit verquollenen Augen, das Hemd über der kurzen Hose, ein virtuoser Gitarrist, der den Zuschauern mächtig an der Seele zupfte. Mal psychedelisch zart, mal mit schmachtender Ballade, mal kräftig zupackend. "Der hat jetzt ein neue Platte herausgebracht", weiß Haselhoff und ist zufrieden, wie sich die Band entwickelt hat.

Bei der Magic Johnsons’s Blues Band gefiel ihm vor allem der Gitarrist. Sie tritt als Vorgruppe auf und covert Blues-Klassiker. "Die kommen gut und locker rüber", sagt Haselhoff, "genau richtig als Vorgruppe."

Das Willich Blues-Festival leistet in diesem Jahr auch einen Benefiz-Beitrag für Niklas Zischewski, jenem elf Jahre alten Anrather Schüler, der an Knochenkrebs erkrankt ist. "Ein Euro pro Karte geht an den Jungen", sagt Contzen. "Außerdem gibt es einen Sparpott für den, der mehr geben möchte". Darüber hinaus sind Versteigerungen geplant. "Ich werde einen alten Blues-Brothers Hut verkaufen", sagt Contzen, "Danny gibt vielleicht eine Klampfe." Die Dinge werden beim Festival ausgestellt und sollen später im Internet unter den Hammer kommen.

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