Mit dem Berufsnavigator konnten sich Schüler Berufsziele setzen.

Willich. Isabell ist sprachbegabt, kreativ und motivationsfähig. Ein Blick auf den Berufsnavigator zeigt: Sie wäre in den Berufsfeldern Dolmetschen, Eventmanagement oder im Verwaltungsbereich gut aufgehoben. Salih hat eine gute Allgemeinbildung, Selbstbewusstsein und ist freundlich. Er will Polizist oder Richter werden. Zwei von 128 Ergebnissen, die der Berufsnavigator mit den Schülern der 12. Jahrgangsstufe des St.-Bernhard-Gymnasiums herausgearbeitet hat.

"Die Frage, was sie einmal werden wollen, ist für junge Menschen sehr wichtig, doch sie haben es schwer, ihre Stärken zu erkennen und sich für den richtigen Beruf zu entscheiden. Die Berufsnavigator GmbH unterstützt die Schüler durch ein neutrales Testverfahren dabei", sagt Michael Dieker, Bereichsleiter der Volksbank. Rund 5300 Euro kostet das Projekt, eine Hälfte bezahlt die Agentur für Arbeit, die andere übernimmt die Bank.

Die Besonderheit des Testverfahrens: Jeweils vier Schüler, die sich gut kennen, bilden eine Gruppe und müssen für sich und die anderen 50 Persönlichkeitsmerkmale wie Durchhaltevermögen, Gründlichkeit und Humor.

Daraus ermittelt der Computer direkt für jeden Schüler ein Stärken-Schwächen-Profil; daraus werden geeignete Berufe abgeleitet, über die die Berufsberater mit den Schülern im Anschluss diskutieren und sie darüber informieren.

"Wir wollen lieber frühzeitig in die richtige Entscheidung der Schüler investieren, als später reparieren. Das hat nicht nur für die Schüler Vorteile, sondern auch für die Wirtschaft", erläutert Sebastian Stengel, Teamleiter Berufsberatung Agentur für Arbeit Krefeld. Das Willicher Projekt ist eines von 15 Projekten zur Berufsorientierung, die die Arbeitsagentur Krefeld im ersten Halbjahr 2009 in Kooperation mit externen Partnern umgesetzt hat. Für Isabell und Salih hat der Berufsnavigator Klarheit gebracht: Dolmetscherin und Polizist stehen für beide ganz oben auf ihrer Liste der Traumberufe.

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