Mit großer Mehrheit sind die Entwürfe zur Umgestaltung des Platzes von der Politik beschlossen worden.

Willich. Finanznot hin oder her - die nächsten Schritte zur Umgestaltung des Kaiserplatzes sind gemacht. Der Planungsausschuss segnete die Satzung für den Bebauungsplan "Ehemalige Feuerwache/Kaiserplatz" ab. Zudem beschloss er die Entwurfsplanung zur Umgestaltung des Platzes und beauftragte das Büro 3+ mit der Ausführung.

Die Beschlüsse wurden mit großer Mehrheit gefasst, nur die FDP enthielt sich beziehungsweise stimmte dagegen. "Wir haben nach wie vor Bedenken. Die IHK hat bestätigt, dass die Parkplatz-Situation nicht ausreichend gelöst ist", sagte Hans-Joachim Donath (FDP). Die Planungen im Bereich der Feuerwache seien jedoch auch im Interesse der FDP, sodass man sich hier enthalten wolle.

"Es gibt momentan in Alt-Willich viel zu viele Parkplätze", konterte Paul Schrömbges (CDU). Er habe sich gewundert, dass sich die IHK "so oberflächlich äußert". Sein Credo: "Wir können die Innenstädte nur retten, wenn es uns gelingt, eine Wohlfühl-Atmosphäre zu schaffen."

Jochen Kock (SPD) pflichtete dem bei: "Im Vergleich zu Städten wie Kevelaer, Weeze und Goch liegen wir Jahrzehnte zurück. Wir haben uns immer wieder selbst blockiert, weil wir dem Abstellen von Blech stets höchste Priorität eingeräumt haben."

Umgestaltung wird um ein Jahr verschoben

Die rund 1,2 Millionen Euro teure Umgestaltung des Platzes soll ab 2011 kommen, ein Jahr später als geplant. Erst soll der Umbau der Feuerwache zu Seniorenwohnungen erfolgen. Für den Platz sind weniger Parkplätze, dafür aber neue Bäume, Heckenbänder, Brunnen, Bänke und eine Wasserrinne vorgesehen.

Wie geht es weiter mit dem Gingko-Park (Foto) in Schiefbahn? Dazu die Technische Beigeordneten Martina Stall: "Wir haben den Bauantrag vorliegen, er ist aber unvollständig. Wann gebaut wird, kann ich nicht sagen." Fest stehe, dass ein Bauwilliger zwei Jahre nach Erteilung der Genehmigung Zeit habe - diese Frist könne auch verlängert werden.

Für den Kaiser’s-Markt in Neersen ist die Baugenehmigung bereits erteilt worden, aber zu einer beantragten Änderung fehlen die entsprechenden Unterlagen. Der Investor sei jedoch optimistisch - möglicherweise könne Baubeginn noch 2009 sein.

Schrömbges zeigte sich erleichtert, dass es endlich zu einem Beschluss kommt. Die Kosten verlören ihren Schrecken, wenn man bedenke, dass in Neersen am Minoritenplatz/Rothweg drei Millionen Euro verbaut werden. In Anrath werden ab 2011 zwei Millionen Euro investiert.

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