Trotz steigender Zahl der unter Dreijährigen reichen die Willicher Einrichtungen aus.

Die Betreuung von Kindern unter drei Jahren wird auch in Willicher Einrichtungen immer wichtiger.
Die Betreuung von Kindern unter drei Jahren wird auch in Willicher Einrichtungen immer wichtiger.

Die Betreuung von Kindern unter drei Jahren wird auch in Willicher Einrichtungen immer wichtiger.

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Die Betreuung von Kindern unter drei Jahren wird auch in Willicher Einrichtungen immer wichtiger.

Willich. Wie viele Kindergartenplätze werden in den einzelnen Ortsteilen benötigt? Der Jugendhilfeausschuss muss laut Kinderbildungsgesetz Planung und Realität jährlich abgleichen. Dabei wurde deutlich, dass vor allem in Schiefbahn Handlungsbedarf besteht.

Betreuung über 25, 35 oder gar 45 Stunden in der Woche, Aufnahme von Kindern unter drei Jahren - das sind die Herausforderungen an die Planer im Jugendamt, die gemeinsam mit der Beratungsfirma "Komplan" arbeiten. Der Bundestag geht davon aus, dass für rund 35 Prozent der Kinder unter drei Jahren ein Betreuungsanspruch besteht und hat deshalb ab dem Kindergartenjahr 2013/2014 einen entsprechenden Rechtsanspruch beschlossen.

In Willich beanspruchen derzeit nur 16 Prozent der unter Dreijährigen einen Platz in der Tagespflege beziehungsweise in der Kindertageseinrichtung - Tendenz steigend. Das Land hat im November mitgeteilt, dass für Willich im kommenden Jahr 30 zusätzliche Plätze für unter Dreijährige in Tageseinrichtungen und weitere zehn Plätze in der Tagespflege finanziert werden.

Lediglich in Schiefbahn wird es eng

Erfreulich angesichts der Entwicklung, künftig mehr Kinder unter drei Jahren aufnehmen zu müssen: In den Kindertagesstätten ist genügend Platz: Die Bedarfszahlen der 3- bis 6-Jährigen liegen zwar mit 1348 etwas höher als prognostiziert (1327), aber deutlich unterhalb der Kapazität von 1535. Lediglich in Schiefbahn wird es eng.

"Für unter Dreijährige sind die räumlichen Bedingungen hier nicht überall erfüllt", erklärte Michael Süßbeck vom Jugendamt. Die Awo-Einrichtung an der Linsellesstraße steht nur noch befristet zur Verfügung. Nicht zuletzt deshalb ist daran gedacht, sie mit der Städtischen auf dem Gelände des St.Bernhard-Gymnasiums zusammenzufassen.

"Eine gemeinsame Trägerschaft zwischen Awo und Stadt wäre im Rahmen einer gemeinnützigen GmbH möglich", ließ Süßbeck dazu wissen. Die Bestrebungen, zu kooperieren, können also weiter verfolgt werden.

Paul Schrömbges (CDU) kritisierte die geringen Vergütungssätze für Tagespflege. "Zahlen auf den Tisch - dann unterhalten wir uns darüber", schlug Thomas Brandt (FDP) vor. Schrömbges mahnte an: "Die Zukunftsfähigkeit einer jeden Einrichtung muss betrachtet werden." Und: "Wir müssen mit den Trägern sprechen und darüber reden, was sie leisten können und wollen und wie sie sich positionieren."

Das Thema wird am 16. Juni erneut auf der Tagesordnung stehen.

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