Auf einem früheren Reiterhof entstand das erste energie-autarke Gewerbeobjekt der Region.

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Auf dem Hallendach wird mit Photovoltaik Strom erzeugt.

Auf dem Hallendach wird mit Photovoltaik Strom erzeugt.

Auf dem Hallendach wird mit Photovoltaik Strom erzeugt.

Willich. Mit einem Tag der offenen Tür wird am Samstag, 9. Mai, ab 11 Uhr der sanierte Frings-/Hülsmannhof am Frienendorfweg eröffnet. Die Stadt Willich als Eigentümerin hat die ehemalige Reitanlage seit Spätsommer 2008 für 1,5 Millionen Euro zum ersten energie-autarken Gewerbeobjekt in der Region umbauen lassen.

Fünf Gewerbeeinheiten und zwei Wohnungen mit einer Gesamtfläche von knapp 1600 Quadratmetern sind entstanden. Sie alle haben eine wichtige Sache gemeinsam: Die Heizung im Winter und die Kühlung im Sommer gibt es "für lau" - sie kosten die nächsten 20 Jahre keinen Cent. Dafür sorgt eine Kombination von Erdwärme (Geothermie) und Sonnenenergie.

Die Betriebskosten für die 20Wärmesonden - es handelt sich um die größte Geothermie-Anlage im weiten Umkreis - werden durch die Strom-Erzeugung der Photovoltaik-Anlage auf dem Dach gedeckt. Dafür sorgt die staatlich garantierte Einspeisevergütung für Solarstrom. Die meisten Einheiten im Fringshof sind bereits vermietet.

"Wir wollen, dass das Beispiel Schule macht", sagt Willy Kerbusch, Geschäftsführer der städtischen Grundstücksgesellschaft (GSG). Mit dem Gebäude könne man die Vorteile von Geothermie und Solarstrom für Firmen und Privatpersonen anschaulich demonstrieren. Am Tag der offenen Tür können die Anlagen besichtigt werden, außerdem gibt es verschiedene Fachvorträge.

Willich hat besonders günstige Voraussetzungen für die Nutzung von Erdwärme, weshalb im Vorjahr im Gewerbepark Stahlwerk Becker das "Kompetenzzentrum Geothermie" entstanden ist. Dort gibt es jeden Mittwoch von 16 bis 19 Uhr kostenlose Beratungen für Hausbesitzer und Firmeninhaber.

"Seit Juni 2008 haben wir schon über 300 Beratungsgespräche geführt", erzählt Willy Kerbusch stolz. Was auch zu Investitionen geführt hat: Nach Auskunft von Kerbusch ist Willich mittlerweile die Nummer Eins der Firma Buderus in der Abnahme von Wärmepumpen.

Auch die Stadt selbst zieht weiter mit: Einige Kindergärten und die Seniorenbegegnungsstätte Schiefbahn sollen Geothermie-Anlagen bekommen.

Das Beratungs-Angebot im Kompetenzzentrum wird ab 12. Mai noch um den Bereich Sonnenenergie ergänzt. Zu finden ist es im Gründerzentrum an der Gießerallee 19.

Termine können mit Iris Kiedrowski vereinbart werden: Telefon 02151-366218 bzw. 0171-6938392. Auch per Mail ist sie erreichbar: info@geothermie-willich.de

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