Kraftsport geht in den Keller.

4,80 Meter hoch ist der Keller, in dem Edith Grips-Lintner und der sportliche Leiter der Halle 22, Thomas Mathes, hier stehen. Ab Juli wird dort der neue Kraftraum des Studios eingerichtet.
4,80 Meter hoch ist der Keller, in dem Edith Grips-Lintner und der sportliche Leiter der Halle 22, Thomas Mathes, hier stehen. Ab Juli wird dort der neue Kraftraum des Studios eingerichtet.

4,80 Meter hoch ist der Keller, in dem Edith Grips-Lintner und der sportliche Leiter der Halle 22, Thomas Mathes, hier stehen. Ab Juli wird dort der neue Kraftraum des Studios eingerichtet.

Mehrere Stufen fehlen an der alten Metalltreppe.

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4,80 Meter hoch ist der Keller, in dem Edith Grips-Lintner und der sportliche Leiter der Halle 22, Thomas Mathes, hier stehen. Ab Juli wird dort der neue Kraftraum des Studios eingerichtet.

Willich. Es riecht nach Keller. Muffig, und ein wenig nach Öl. Die über vier Meter hohe Decke wird von rostigen Eisenträgern gehalten. Durch einen nicht völlig zugemauerten Fensterschacht dringt schwaches Licht herein, schwarz-rote Backstein-Wände und Reste einer alten Metalltreppe sind zu erkennen. "Das wird richtig hell und freundlich hier", erzählt Edith Gribs-Lintner ohne einen Hauch von Zweifel in ihrer Stimme. Die Inhaberin des Sport- und Fitness-Studios Halle 22 hat sich viel vorgenommen: Im Keller des denkmalgeschützten Gebäudes im Stahlwerk Becker will sie bis zum Herbst einen ganz neuen, 200 Quadratmeter großen Raum einrichten lassen. Der bislang nicht genutzte Keller unter der Halle soll künftig für das Krafttraining genutzt werden. Auch Umkleidemöglichkeiten wird es dort geben. Die Erweiterung geht im Erdgeschoss weiter, wo die Damenumkleide ausgebaut und um weitere Duschen ergänzt wird. Um den Keller hell zu machen, werden die alten Fensterschächte aufgestemmt. Auch die neue, offene Treppe nach oben soll Licht herein lassen. Nicht zuletzt werden nicht mehr benötigte massive Mauern entfernt, die früher die Maschinen tragen mussten. "Das macht den Raum großzügiger", ist Gribs-Lintner überzeugt. Rund 400 000 Euro lässt sie sich die Erweiterung kosten - einschließlich neuer Geräte. Denn es werden zehn neue Kardio-Geräte und 30 Kraftgeräte angeschafft. So soll der "gesundheitsorientierte Sport" weiter ausgebaut werden. Die Pläne für den Umbau, der im Juli beginnt, hat der Willicher Architekt Norbert Rennen gemacht.

Die Halle 22 ist 1910 als Maschinenhaus des Stahlwerks Becker gebaut worden. 1948 übernahmen britische Truppen bis 1992 das Stahlwerk und richteten in dem Gebäude eine Sporthalle ein.

Edith Gribs-Lintner kaufte 1999 die Halle 22 - "blauäugig", wie sie heute meint, da es zu der Zeit nicht einmal einen Bebauungsplan für das Gelände gab. Sie machte ein Fitnessstudio aus dem Baudenkmal, das seitdem mehrfach erweitert wurde.

Heute hat das Studio 2700 Quadratmeter Nutzfläche, mehr als 3000 Mitglieder und 69Angestellte.

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