Die Bilanz fällt rundweg positiv aus. Kritik gibt’s an der schwachen Auslastung beim Auftritt der Schmachtigallen.

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Ein Renner im Festspiel-Programm des Jahres 2009 war die Präsentation von „Arsen und Spitzenhäubchen“.

Ein Renner im Festspiel-Programm des Jahres 2009 war die Präsentation von „Arsen und Spitzenhäubchen“.

Archiv/Reimann

Ein Renner im Festspiel-Programm des Jahres 2009 war die Präsentation von „Arsen und Spitzenhäubchen“.

Willich. Auch der Kulturausschuss hat sich mit den Schlossfestspielen beschäftigt. Und die positive Entwicklung erfreut zur Kenntnis genommen. Die Auslastung in der vergangenen Spielzeit stieg im Vergleich zu 2008 von 77 auf 85 Prozent. Über 21.300 Besucher wurden gezählt. Eine andere, noch griffigere Zahl: "Es kamen fast 3000 Besucher mehr als 2008", berichtete Festspiel-Geschäftsführerin Doris Thiel.

Da mehr Zuschauer auch mehr Kosten bedeuteten, könnten nicht die gesamten Mehreinnahmen in den städtischen Haushalt fließen. Eines stehe aber fest: Der Zuschussbedarf werde geringer ausfallen als veranschlagt. Die Einnahmen aus Eintrittsgeldern waren von 193.078 Euro auf 265.362 Euro gestiegen.

Jetzt die personellen Lücken bei der Organisation schließen

"Warum kommen die Schmachtigallen 2010 wieder auf den Spielplan, wo die Auslastung jetzt nur bei 62 Prozent gelegen hatte?", wurde gefragt. Doris Thiel begründete die bescheidene Resonanz mit dem überaus schlechten Wetter am Tag der Vorstellung. Deshalb sollen die Schmachtigallen künftig im Schloss auftreten.

Bernd-Dieter Röhrscheid (SPD) freute sich über das gute Ergebnis 2009, war aber auch besorgt: "Ich hätte nicht gedacht, dass die Festspiele so erfolgreich sein würden. Jetzt muss allerdings ganz schnell die Lücke geschlossen werden, die Franz-Josef Rütten als Geschäftsbereichsleiter und Christoph Gerwers als Kulturdezernent hinterlassen." DieNachfolger - inklusive des neuen Kulturausschuss-Vorsitzenden - müssten die Festspiele ebenfalls mit Herz und Seele unterstützen.

"Wir stehen zu den Festspielen - sie sind ein Markenzeichen der Stadt Willich", erklärte Ralf-Hasso Sagner (CDU). Ulrich Mischke (FDP) mahnte, noch stärker zu werben, zumal das Niveau in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen sei.

Wegen der geräuschvollen Straßenbauarbeiten hatten die Schauspieler die Turnhalle der Vinhovenschule zum Proben nutzen dürfen. Von dieser Möglichkeit möchten sie auch 2010 Gebrauch machen, weil dann endlich mit den Bauarbeiten des Kaiser’s-Marktes zu rechnen ist. Jochen Kock meldete dagegen als Vorsitzender des Stadtsportverbandes Bedenken an: Die Halle werde von den Sportlern dringend benötigt.

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