Seniorenpolitik: Die Willicher Liberalen antworten der Stadtverwaltung.

Willich. Der Ausbau und die Förderung der ambulanten Pflege in allen Willicher Stadtteilen sowie die Planung eines Seniorenwohnparks in Neersen - das sind die Kernaussagen der FDP zur künftigen Pflegepolitik in der Stadt. Die Stadtverwaltung hatte die Parteien angeschrieben und um Stellungnahme gebeten.

Drei Heime gibt es derzeit in denen 284 Menschen betreut werden können. Dieser Bedarf werde auf rund 400 Plätze im Jahr 2015 ansteigen, im Jahr 2025 würden es 580 Plätze sein, argumentiert die FDP. Und weil das zu Grunde liegende Gutachten die Zahl der Doppelzimmer im Schiefbahner Hubertusstift nicht berücksichtigt habe, liege der Bedarf sogar noch höher. "Es muss ein leistungsfähiges Angebot für altengerechte Wohnungen und für betreutes Wohnen geschaffen werden", fordert Ratsmitglied Thomas Brandt. Die Verwaltung solle Vorschläge ausarbeiten, was es an Möglichkeiten gebe.

Der Ausbau alternativer Formen allein reicht nicht

Der vorhergesagte Anstieg an Pflegeplätzen könne nicht allein durch den Ausbau ambulanter Versorgung und alternativer Wohnformen aufgefangen werden. Diese seien allerdings dringend erforderlich, wenn ein weiteres Heim gebaut werde. "Die FDP befürwortet die Planung eines Seniorenwohnparks", erklärt Ratsmitglied Ulrich Mischke. Die Verwaltung solle prüfen, ob es geeignete Investoren und Betreiber gebe, die sich in Neersen engagieren würden. Außerdem soll sie nach einem Grundstück suchen.

Als Investor und Betreiber haben die Liberalen sich in Kempen umgesehen und von dem dortigen St.-Peter-Stift eine sehr positiven Eindruck gewonnen. kor

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