Seit sieben Jahren sind Barbara und Gerd Ost dem Karate verfallen. Jetzt legten sie die Prüfung zum Schwarzen Gürtel ab.

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Barbara Ost und Ehemann Gerd haben die Prüfung zum Schwarzen Gürtel (1. Dan) abgelegt.

Barbara Ost und Ehemann Gerd haben die Prüfung zum Schwarzen Gürtel (1. Dan) abgelegt.

Kurt Lübke

Barbara Ost und Ehemann Gerd haben die Prüfung zum Schwarzen Gürtel (1. Dan) abgelegt.

Willich. "Eigentlich sind es unsere Kinder schuld, dass wir in unserem Alter noch mit Karate angefangen haben", lacht die 47-jährige Barbara Ost. Als die Familie vor acht Jahren nach Wekeln zog, stellte sie fest, dass eine Turnhalle direkt um die Ecke liegt. Dort wurde unter anderem Karate angeboten - woraufhin die drei größeren Kindern geschlossen dem Karate-Dojo Zanshin im Willicher Turnverein beitraten.

Selbst ein Knieproblem war kein Hindernis

Katharina, Rebecca und Sebastian erzählten vom Training. Da mich Karate schon immer interessiert hat, entschloss ich mich, es mir einmal anzuschauen", erinnert sich der 49-jährige Gerd Ost. Allerdings hatte er Bedenken aufgrund eines Knieproblems. Der Trainer zerstreute seine Sorgen. Nun versuchte Gerd Ost noch seine Frau zu begeistern.

"Ich habe gesagt, für mich ist das nichts. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass Karate mein Sport sein könnte", erinnert sich Barbara Ost. Nichtsdestotrotz startete sie zusammen mit ihrem Mann und dem jüngsten Sohn Alexander das Training. "Und wir sind hängen geblieben", lacht das Ehepaar.

Drei bis viermal wird seitdem pro Woche für jeweils anderthalb Stunden trainiert. Dazu kommt der Besuch von Wochenendlehrgängen, bei denen die ganze Familie geschlossen unterwegs ist. Nach einem halben Jahr folgte der orangefarbene Gürtel, dem sich grün, die beiden blauen sowie die drei braunen Varianten anschlossen. Die Krönung erfolgte jetzt nach sieben Jahren Training mit der Prüfung des schwarzen Gürtels, dem 1.Dan. Im Anschluss an einen Karatelehrgang in Bexbach im Saarland legten die beiden Willicher die Schwarzgurtprüfung ab.

"Daran haben wir überhaupt nicht gedacht, als wir damals anfingen", sind sich die Beiden einig. Es sei nicht der Kampf, der fasziniere, sondern vielmehr zu schauen, wie weit man selbst komme, sinniert Barbara Ost. Es sei der Kampf gegen den inneren Schweinehund, schließt sich ihr Mann an. Ihr erworbenes Wissen behalten sie nicht für sich: Beide trainieren mittlerweile die jüngeren Jahrgänge.

Karate-Do zählt zu den traditionellen japanischen Kampfkünsten und bedeutet übersetzt "Weg der leeren Hand". Es handelt sich um eine waffenlose Selbstverteidigung. Im Karate-Dojo Zanshin im Willicher Turnverein wird die traditionelle Stilrichtung Shotokan trainiert. Weitere Infos gibt es bei Sensei Dirk Müller unter der Rufnummer 0173/8427478.

Mit dem 1. Dan haben die Eheleute ihre Kinder überflügelt: Alexander (14) hat den grünen Gürtel, Sebastian (18) den zweiten braunen, Rebecca (17) den dritten braunen und Katharina (20) den ersten braunen Gürtel. Das einzige Familienmitglied, das nicht dem Karate-Sport verfallen ist, ist die Collie-Berner Sennenhund-Mixhündin Lexa. Die mag es noch nicht einmal, wenn daheim trainiert wird. "Dann geht sie dazwischen und blafft den Angreifer an", verrät Katharina.

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