Das historische Gebäude im Stahlwerk Becker wird schon bald zur Baustelle.

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Es gibt viel zu tun im früheren Wasserwerk des Stahlwerks Becker. Hier soll ein repräsentativer Bau für Firmen entstehen. Investor ist eine Mönchengladbacher Firma. (Fotos (2): Kurt Lübke)

Es gibt viel zu tun im früheren Wasserwerk des Stahlwerks Becker. Hier soll ein repräsentativer Bau für Firmen entstehen. Investor ist eine Mönchengladbacher Firma. (Fotos (2): Kurt Lübke)

Es gibt viel zu tun im früheren Wasserwerk des Stahlwerks Becker. Hier soll ein repräsentativer Bau für Firmen entstehen. Investor ist eine Mönchengladbacher Firma. (Fotos (2): Kurt Lübke)

Willich. Die Tinte unter dem Kaufvertrag ist tatsächlich trocken - genauso wie die Tücher, in denen das Projekt sich befindet: Das alte Wasserwerk im Stahlwerk Becker wird zur Baustelle.

Schon in den kommenden Monaten wird dort kräftig aufgeräumt, zum Teil entkernt und neu gebaut. Architekt für das Projekt ist der Mönchengladbacher Stadtplaner Burkhard Schrammen.

Standortvorteil Geothermie wird in jedem Fall genutzt

Der nannte bei der Präsentation am Freitag die Eckdaten des Vorhabens: Das Gebäude hat eine Grundfläche von 900 Quadratmetern, die Netto-Mietfläche wird bei rund 750 Quadratmetern liegen. Nein, zu den möglichen Mietern gebe es noch keine Einzelheiten. Weshalb er über die konkrete Gestaltung der Räume auch nichts sagen könne. Fest stehe: Man wolle den Standortvorteil nutzen und die Heizung mit Geothermie umsetzen.

Möglich sei auch, Erweiterungsbauten zu errichten, das ergäbe dann eine Fläche von rund 1250 Quadratmetern. Die Erweiterungsflügel müssten mit einer Glasfassade gestaltet werden, das will der Denkmalschutz so. Apropos: Genau aus diesem Grund bleibt die Fassade des Gebäudes so erhalten, wie sie jetzt ist, ebenso die Dachform. Und im Inneren werden auch Wassertanks stehen bleiben.

Wer kommt als Mieter in Frage? Fest ist noch nichts, aber es gibt einen Interessenten, der möglicherweise als Alleinnutzer in Frage kommt. Auch bei der Stadt Willich gibt es Anfragen. "Das eignet sich hervorragend als Repräsentationsarchitektur", erklärt Wirtschaftsförderer Peter Heinze. "So etwas gibt es nicht sehr oft."

Was ist mit der derzeit angeblich grassierenden Wirtschaftsflaute? "Im Moment sind wir froh, dass wir Flächen anbieten können", erklärt Architekt Schrammen. Er nennt auch die Summen, die das Ganze zunächst kostet: rund 1,6 Millionen Euro. Bei dem Investor handelt es sich um eine Gladbacher Tuchfabrik-Familie. Diese ist bereits bei anderen Gewerbe-Immobilien engagiert. "Das wird was Schönes", verspricht der Geldgeber im Gespräch mit der Westdeutschen Zeitung.

Betont wurde am Freitag gleich mehrfach, wie günstig die Rahmenbedingungen in Willich seien, weil alle an einem Strang zögen. Bürgermeister Josef Heyes nahms zur Kenntnis, lächelte und schwieg.

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