Die CDU war zu Gast bei Opel Dresen im Stahlwerk Becker. Die Stimmung dort ist nach der Trennung von GM sehr gut.

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Ralf Holtmann hält viel von der Marke mit dem Blitz.

Ralf Holtmann hält viel von der Marke mit dem Blitz.

Friedhelm Reimann

Ralf Holtmann hält viel von der Marke mit dem Blitz.

Willich. „Opel ist eine sehr emotionale Marke, viele hatten ihre ersten Fahrerlebnisse in einem Auto mit dem Blitz“: Uwe Schummer besuchte jetzt das Autohaus Dresen im Stahlwerk Becker. Und er stieß dort auf eine überraschend gute Stimmung. Geschäftsführer Ralf Holtmann sieht voller Optimismus in seine eigene und die berufliche Zukunft seines 20-köpfigen Teams.

„Ich bin ein alter Opel-Mann.“

Holtmann ist zufrieden mit der Lösung, so wie sie jetzt vereinbart wurde: „Ich bin ein alter Opel-Mann.“ Von einem Einstieg des Fiat-Konzerns wäre er nicht begeistert gewesen – mit dieser Marke habe die Dresen-Gruppe in Krefeld-Untergath weniger gute Erfahrungen gemacht.

Peter Dahlmann, der Chef der Dresen-Gruppe mit den insgesamt 17 Autohäusern in der Region, war der Initiator der Händlerbeteiligung: „Wir verzichten auf 150 Euro Marge pro verkauftem Auto – so kommen mittelfristig 400 bis 500 Millionen Euro zusammen – ein Aspekt, der in der öffentlichen Diskussion oft zu kurz kommt“, findet Holtmann, der am Willicher Standort pro Jahr rund 450 Neu- und über 200 Gebrauchtwagen verkauft.

„Ein Gesetz, das wirkt“, freute sich Uwe Schummer, nachdem er gehört hatte, dass sich die Abwrackprämie positiv aufs Geschäft auswirkt. Was Holtmann fast ein wenig euphorisch macht: „Weg von General Motors – das ist für uns eine große Chance. Amerikanische Produkte sind hier, mit wenigen Ausnahmen, negativ besetzt.“

Vor dem Einfluss der russischen Banken hat er keine Angst, sieht vielmehr Chancen für einen neuen, großen Absatzmarkt. Was den Geschäftsführer angenehm berührt hat waren die vielen loyalen Kunden: „Holtmann, wie geht’s Dir? Wie bist Du drauf? Übersteht Opel das?“ Solche Fragen hat er oft gehört.

Guido Görtz, Pressesprecher der CDU, erkundigte sich nach der Stimmung in der Belegschaft. Die Antwort des Geschäftsführers: „Super!“ Dazu trage neben der guten Werkstattauslastung auch die Tatsache bei, dass der neue Opel Insignia viele Kunden begeistere, die bis dato andere Marken bevorzugten.

„Wie wohl fühlen Sie sich im Stahlwerk Becker?“, wollte Christoph Heyes wissen. „Die Wirtschaftsförderung gibt sich größte Mühe“, lobte Holtmann. Was er allerdings kritisierte: „Einige Grundstücke, die derzeit nicht genutzt werden, sehen sehr ungepflegt aus.“ Und: „Für uns ist wichtig, dass die große Halle 4 schnell vermarktet wird.“ Sein Engagement, eine Autoleasingfirma dorthin zu holen, sei leider gescheitert.

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