Die Ordnungsverfügung wird ausgesetzt. Politik strebt Verständigung an.

Schiefbahn. Rund 50 Hunde machten mit ihrem Gebell vor dem Neersener Schloss auf Tagesordnungspunkt 3 des Planungsausschusses aufmerksam.

Das Thema „Hundeschule“ wurde jedoch nur kurz diskutiert, eine Entscheidung auf die Juni-Sitzung vertagt. Der Grund: Die CDU-Fraktion hatte einen recht umfangreichen Fragenkatalog zur Beantwortung vorgelegt.

„Warum kann aufgrund der derzeitigen Baugenehmigung keine rückwärtige Erschließung erfolgen? Könnte das Stellen eines neuen Bauantrags dazu führen, dass eine Baugenehmigung für die rückwärtige Erschließung erteilt wird?“ Christian Pakusch (CDU) hatte diese und weitere Fragen gestellt mit dem Ziel, den Betrieb von Nicole Breloer zu erhalten.

In dasselbe Horn stieß Hans-Joachim Donath (FDP): „Wir wünschen uns eine Verständigung mit der Hundeschule, die eine wichtige Einrichtung in der Stadt ist.“ Zudem gehe es um den Erhalt der Arbeitsplätze.

Bedenken bei der Bauaufsicht des Kreises Viersen

Die Beigeordnete Martina Stall erklärte, die Stadt werde die Ordnungsverfügung gegen Nicole Breloer – sie muss bei Nutzung des rückwärtigen Eingangs 500 Euro zahlen – bis zur Juni-Sitzung aussetzen. Falls es zu einer Flächennutzungsplanänderung komme, werde sich die Aussetzung auch auf diesen Zeitraum erstrecken.

Geschäftsbereichsleiter Thomas Scholemann berichtete von Bedenken der Bauaufsicht des Kreises: „Eine Erschließung von Wekeln aus muss ausgeschlossen werden, da es sich hier um ein Landschaftsschutzgebiet handelt.“

Der Anwalt von Breloer, Professor Klaus Oehmen, setzt „auf eine für alle Beteiligten verträgliche Lösung“. Er weist auf die grundsätzliche Genehmigung hin, „so dass die Fortführung des dort sinnvollerweise angesiedelten Betriebes nicht wegen der meines Erachtens problemlos zu klärenden Zufahrtsfrage gefährdet werden sollte“.

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