Vorsitzender Peter Küppers tritt aus Enttäuschung über mangelnde Unterstützung nicht mehr an.

Peter Küppers tritt nicht mehr als Vorsitzender des Werberings Anrath an.
Peter Küppers tritt nicht mehr als Vorsitzender des Werberings Anrath an.

Peter Küppers tritt nicht mehr als Vorsitzender des Werberings Anrath an.

Lübke

Peter Küppers tritt nicht mehr als Vorsitzender des Werberings Anrath an.

Anrath. Mit Spannung sieht Peter Küppers, Vorsitzender des Anrather Werberings, der Jahreshauptversammlung am Dienstag in der Gaststätte Enn de Spoul entgegen. Tagesordnungspunkt VII wird ihn, wenn alle Berichte des 2. Vorsitzenden Thomas Helten, von Kassiererin Martina Westermann und den Kassenprüfern Uwe Angenendt und Jürgen Wingerath gehört und erörtert worden sind, entlasten. Und ihn damit zugleich aus dieser Spitzenfunktion „entlassen“. Denn Küppers stellt sich nicht zur Wiederwahl.

„Ich gehe mit zwei weinenden Augen“, erklärt Küppers. Trotzdem mag er nicht mehr. Und erklärt den Rückzug mit seiner Enttäuschung über mangelnde Rückendeckung im Werbering: „Ich wollte als Führer einer Unternehmerschaft, die etwas bewirken will, wahrgenommen werden, und nicht als der Depp, der ehrenamtlich mindestens zwei Stunden pro Tag für diese Aufgabe aufbringt.“ Er hat zwei Lager im Werbering ausgemacht. Ihm habe die breite Unterstützung im Verein gefehlt. „Zu viele denken nur: „Was habe ich davon?“ Vor vier Jahren sei er mit dem Ziel angetreten, Anrather Geschäftsleute zusammenzubringen, ihre Interessen zu bündeln und ihnen als Sprachrohr zu dienen. Zahlen signalisieren Erfolg: „Als ich antrat, zählten wir 37 Mitglieder, heute sind es 87.“ Vor allem aus der Riege der Anrather Handwerker hätten sich viele angeschlossen. Die Zusammenarbeit mit seinem Vize, Geschäftsführer Helten, und Pressesprecher Bernd Niklas beschreibt Küppers als gut.

Bisher habe sich niemand mit Interesse an der Nachfolge im Amt bei ihm gemeldet. „Ich bin auf Dienstag gespannt“, sagt Küppers mit Blick auf die Jahreshauptversammlung, die um 19.30 Uhr beginnt. Sollte sich niemand finden, geht er davon aus, dass Thomas Helten den Vorsitz ein Jahr lang kommissarisch übernimmt. „Er ist noch für ein Jahr gewählt. Aber er wird aufhören, wenn es keinen neuen Vorsitzenden gibt“, sagt Küppers voraus. Anrath brauche einen starken Einzelhandel, eine starke Unternehmerschaft. „Ich will nicht , dass der Ort in ein paar Jahren nur noch eine Schlafstadt von Düsseldorf ist.“

Pressesprecher Bernd Niklas hebt die Anstrengungen des Werberings hervor: „Wir wollten zeigen, was wie in Anrath haben, dass wir da sind. Wir haben unsere Internetpräsenz erhöht. Das Brunnenfest erfährt eine hohe Aufmerksamkeit in der Region. Es ist gewachsen. Die Leistungsschau des Handwerks hat viel positive Resonanz gebracht.“ Man tausche sich mit den anderen Werberingen der Stadt aus.

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