21 junge Blauröcke aus Willich und Tönisvorst bestehen die Grundausbildung.

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Richtig Aktion gab’s beim Truppmann-Lehrgang der Feuerwehr.

Richtig Aktion gab’s beim Truppmann-Lehrgang der Feuerwehr.

Kurt Lübke

Richtig Aktion gab’s beim Truppmann-Lehrgang der Feuerwehr.

Willich/ Tönisvorst. Hinterher ließen sich jungen Feuerwehrmänner aus Willich und Tönisvorst Haxe und Sauerkraut schmecken. Zuvor hatten sie erfolgreich den Truppmann-Lehrgang und damit die Grundausbildung absolviert. Ausbildungsleiter Bernd Teschen (Willich) war mit den jungen Leuten rundweg zufrieden: "Alle 21 haben bestanden."

Mit Jennifer Dohr war auch eine Feuerwehrfrau darunter. Für die 26-jährige Vorsterin war es nichts Besonderes mehr, unter so vielen männlichen Kollegen zu sein. Auch im 46-köpfigen Vorster Löschzug ist die ausgebildete Rettungssanitäterin die einzige Frau.

Zum Zerschneiden standen acht Schrottautos zur Verfügung

Neben der Theorie, die auch der 22-jährige Elektriker Georg Draack aus Clörath mühelos bestand, ging es bei den letzten Teiletappen des Lehrgangs vor allem um die praktische Anwendung des Erlernten. Da mussten zunächst Verunglückte aus Autos geborgen werden. Thomas Gerstner von einem Willicher Kfz-Betrieb hatte acht Schrottautos zur Verfügung gestellt, die mit Scheren und Spreitzern weiter demoliert und auseinander genommen wurden.

"Es wäre schön, wenn uns noch mehr Unternehmen ihr Gelände zu Übungszwecken zur Verfügung stellen würden", sagte Bernd Teschen dann am Nachmittag auf dem Grundstück des ehemaligen Wehrbereichsbekleidungsamtes in Willich. Dort konnten an den alten Gebäuden die simulierten Brandherde bekämpft werden.

"Der Wassertrupp ist zur Stelle", meldeten sich die jungen Wehrmänner Daniel Klein (20), Benjamin Beis (18) und Rafael Smolarczyk (19) bei Gruppenführer Marco Himmelmann. Andere Trupps rollten auf einer Länge von über 80 Metern die Schläuche aus oder gelangten mittels Steckleiter an den imaginären Brandort im 2. Obergeschoss.

Die Wehrführer aus Willich und Tönisvorst, Thomas Metzer und Rolf Peschken, waren mit den Leistungen ihrer Schützlinge zufrieden, wie auch die Löschzugführer. Sechs der 21 Absolventen kamen aus Tönisvorst. Sie alle haben nun die Chance, sich in weiteren Lehrgängen fortzubilden.

Die Prüfungen gehen weiter. So lernen im April und Mai sechs Feuerwehrmänner den richtigen Umgang mit der Drehleiter und da gibt es eine Vielzahl von Spezialausbildungen, so unter anderem in den Bereichen Brandschutzerziehung, Atemschutz, Sprechfunk, Strahlenschutz oder den Umgang mit gefährlichen Stoffen und Gütern.

Sogar auf stehenden und fließenden Gewässern soll zukünftig in Willich das richtige Eingreifen bei Unfällen oder Leckagen geübt werden. Thomas Metzer: "Hier soll der Neersener Löschzug die ersten Übungen auf der Niers machen." Die Neersener Wehr wird dazu bald ein Schlauchboot erhalten; einige Kameraden machen dann die "Boots-Ausbildung."

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