SPD steht vor der Entscheidung, FDP hat drei mögliche Kandidaten.

Nachgehakt

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Willich. Wer will bei der Kommunalwahl am 25. Mai Bürgermeister der Stadt Willich werden? Über diese Frage wird hinter den Kulissen der drei Oppositions-Parteien im Stadtrat zurzeit diskutiert. Einzig bei der CDU herrscht Ruhe: Bereits im November hatten die Christdemokraten, die im Stadtrat die absolute Mehrheit haben, Amtsinhaber Josef Heyes (65) für eine weitere Kandidatur nominiert.

Sozialdemokraten auf dem falschen Fuß erwischt

Eigentlich war Heyes bis 2015 gewählt worden, doch er verzichtet auf ein Jahr, damit im Mai Stadtrat und Bürgermeister gleichzeitig gewählt werden können. Mit diesem Schritt hat der Schiefbahner seiner CDU, die um ihre absolute Mehrheit bangt, einen taktischen Vorteil verschafft – und die übrigen Parteien mächtig unter Druck gesetzt. Denn lange hatte Heyes signalisiert, dass sie sich erst für 2015 einen Spitzenkandidaten suchen müssen.

Auf dem falschen Fuß erwischt wurde die SPD. Die Sozialdemokraten hatten schon im Sommer 2013 ihre Ratskandidaten bestimmt. Zu diesem Zeitpunkt rechnete niemand damit, dass auch noch ein Bürgermeister-Kandidat gefunden werden muss. „Da muss die Jugend ran“, erklärte damals Fraktionschef Bernd-Dieter Röhrscheid mit Blick auf 2015.

Bei der „Konkurrenz“ wird im Moment darüber spekuliert, ob die SPD nun auf einen eigenen Kandidaten verzichtet, um in einem sinnlosen Wahlkampf gegen Josef Heyes niemanden aus der jungen Garde zu „verheizen“. Hatte der Bürgermeister doch 2009 mehr als 83 Prozent der Stimmen geholt. Am Freitag will Parteichef Dietmar Winkels (Foto) die Entscheidung der Sozialdemokraten im Rahmen des Neujahrsempfangs im Schlosskeller bekanntgeben. Auf der Homepage der SPD gibt Geschäftsführer Detlef Nicola mit Blick auf Heyes die Losung aus: „Willich hat eine bessere Führung verdient.“

Die Grünen wollen auf einen eigenen Kandidaten verzichten

Für Bündnis 90/Die Grünen ist klar, dass sie ohne Bürgermeisterkandidat antreten werden. „Das wäre nicht sinnvoll“, erklärte Vorsitzender Raimund Berg gegenüber der WZ. Im Blick hatte er dabei ebenfalls die Aussichtslosigkeit einer solchen Kandidatur. Das letzte Wort in dieser Angelegenheit habe die Mitgliederversammlung im Februar, so Berg.

Der Vorstand der Willicher FDP entscheidet am Mittwoch und am kommenden Montag über die Kandidatenfrage. „Wir haben drei sehr qualifizierte Leute, die das möglicherweise machen wollen“, sagte der Parteivorsitzende Thomas Brandt (Foto). Aus Sicht der Liberalen gebe es Handlungsbedarf, den Mann an der Verwaltungsspitze abzulösen. Das parteipolitische Profil der FDP könne man zudem über einen eigenen Kandidaten besser darstellen, betonte Brandt.

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