Schützen luden zu den ersten Acker-Olympics.

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Beim Fassrollen mussten die Junggesellen geschickt vorgehen und auch bei flirrender Hitze einen kühlen Kopf bewahren.

Beim Fassrollen mussten die Junggesellen geschickt vorgehen und auch bei flirrender Hitze einen kühlen Kopf bewahren.

Lübke

Beim Fassrollen mussten die Junggesellen geschickt vorgehen und auch bei flirrender Hitze einen kühlen Kopf bewahren.

Vorst. Die Bürger-Junggesellenbruderschaft 1564 Vorst hat eine 445-jährige Tradition - das ist jedoch kein Grund, nicht mal etwas völlig Neues auszuprobieren. Ganz in diesem Sinne standen am Samstag auf einer Wiese von Robert Reiners an der Oedter Straße die ersten Acker-Olympics auf dem Programm. Zu den Disziplinen, die neun fünfköpfige Mannschaften zu absolvieren hatten, gehörten Stiefelzielwurf und Kistenrennen.

"Wir wollten neben dem Schützenfest etwas machen, das die Leute anzieht."

Als Sieger ging die Rheinische Landjugend Süchteln mit 79 Punkten hervor. Auf den Plätzen zwei und drei folgten der Kegelclub "Die Holzwürmer" mit 70 und die St. Sebastianus Schützenbruderschaft Vorst mit 55 Punkten. "Wir wollten neben dem Schützenfest etwas machen, das die Leute anzieht und was Spaß macht", sagt Philipp Janßen von der Bürger-Junggesellenbruderschaft 1564 Vorst.

Der ganz große Publikumsmagnet waren die Acker-Olympics allerdings noch nicht - trotzdem soll es im kommenden Jahr eine Neuauflage geben. Durch das Programm führten Carsten Schneider und Katharina Fliegen, die zuvor bereits souverän das Badewannenrennen an der Niers moderiert hatte. Neun Teams hatten sich gemeldet, unter anderem die Hinki Winki Straßengemeinschaft Hinkes Weißhof, der Erste Grillverein St. Tönis und Umland und der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Tönisvorst.

Rudi Gather war um seine Aufgabe im Vorfeld nicht zu beneiden gewesen: Er hatte jede Sojabohne in dem großen Glas gezählt - die Zahl möglichst genau zu schätzen, war jetzt eine der Aufgaben, die die neun Teams zu meistern hatten. Wenn was nicht so recht klappte, wurde mit deftiger Kritik nicht gespart - im Gegenzug war lautstarker Applaus zu hören, wenn etwas richtig gut gelungen war.

So schafften es einige Olympioniken, den Stiefel in den Mittelpunkt des Fadenkreuzes zu werfen, das mit Kreide auf der Wiese markiert worden war. Extrapunkte und -applaus winkten, wenn der Stiefel auf der Sohle landete. "Hau den Lukas", Fassrollen und Kistenrennen waren weitere Disziplinen. Zur Stärkung diente den Teilnehmern und Besuchern ein 60 Kilogramm schweres Spanferkel und im Schatten diverser Pavillons wurde so manches Wasser oder Bier getrunken.

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