Die Gruppe Salz und Pfeffer for Kids präsentierte „Daniel im Traumland“. Die Idee der Nachwuchspflege geht auf.

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Die Kostüme für „Daniel im Traumland“ haben die Kolpingsschwestern genäht.

Die Kostüme für „Daniel im Traumland“ haben die Kolpingsschwestern genäht.

Die Kostüme für „Daniel im Traumland“ haben die Kolpingsschwestern genäht.

Vorst. Applaus? Nein, Applaus haben die Spieler der Gruppe Salz und Pfeffer for Kids nicht sofort bekommen. Von den Erwachsenen, ja, aber die Kinder sitzen am Ende der Aufführung des Stücks "Daniel im Traumland" im Haus Vorst bestimmt fünf Minuten lang mucksmäuschen still auf ihren Plätzen und rühren sich nicht vom Fleck.

So sehr sind sie gefangen in der Geschichte, in der ausgerechnet der Angsthase Daniel (gespielt von Annegret Köhler) eines Nachts dem Träumling (Kathrin Köhler) helfen soll, den Schlüssel vom Traumland wieder zurück zu bekommen. Den haben nämlich der Drache (Sonja Zeletzki) und die Riesengroßmutter (Judith Henseler) gestohlen und nun kann kein einziger Traum mehr zu den Menschen geschickt werden.

Das hätte ruhig noch länger dauern können, obwohl die Kindergarten-Kinder sonst kaum so lange still sitzen können. Erst als Hanna, die 17 Monate alte Nichte von Sonja Zeletzki, auf sie zugerannt kommt, bricht das Eis und die Kinder klatschen. Manche kommen nach vorne, müssen den Bademantel der Mutter anfassen, den Bauch des Drachens.

"Die Kostüme stammen von den Kolpingsschwestern", sagt Wolfgang Arretz. Er ist Spielleiter von Salz und Pfeffer, den Schauspielgruppen der Kolpingsfamilie Vorst. Entstanden ist die Gruppe um Spielleiterin Sonja Zeletzki, weil einige der Spielerinnen als junge Mütter den zeitlichen Aufwand für das Erwachsenen-Stück nicht mehr leisten konnten.

"Wir haben mit der Generalprobe zehnmal geprobt", beziffert Zeletzki, den Aufwand, den zu leisten sie in der Lage sind. Ihr Mann Christoph führt Regie und souffliert während der Aufführung.

"Mit dem Kinderstück haben wir eine Marktlücke entdeckt", sagt Arretz. Das Stück laufe von Mal zu Mal besser (es ist die vierte Inszenierung), er rechnet damit, dass alle drei Vorstellung (Samstag um 15 Uhr, Sonntag um 12und 15 Uhr) voll sein werden. "Wir pflegen so unseren Nachwuchs." Sowohl an Zuschauern wie auch an Spielern.

Annegret und Kathrin werden im Herbst erstmals bei der großen Inszenierung dabei sein. Dann geht es in "Gute Besserung" von Bernd Gombold um die Gesundheitsreform. Im nächsten Jahr plant Salz und Pfeffer ein großes Kinderstück, bei dem auch die Spieler der anderen Gruppe mitmachen werden. "Dann haben wir unser 20-jähriges Bestehen", sagt Arretz.

Der Klassiker von Gerdt von Bassewitz "Peterchens Mondfahrt" wird in der Bühnenfassung von Marc Gruppe als "Peterchens und Annlieses Mondfahrt" aufgeführt. Es wird am 2. April 2011 Premiere haben und 90 Minuten dauern. "Ein kleines Kinderstück machen wir dann vor Weihnachten", sagt Sonja Zeletzki.

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