Wie kommt mehr Leben in den Ortskern? Das sollen Matthias Schneiders Fragbögen ermitteln.

Matthias Schneiders macht seine Diplomarbeit über Vorst.
Matthias Schneiders macht seine Diplomarbeit über Vorst.

Matthias Schneiders macht seine Diplomarbeit über Vorst.

Matthias Schneiders macht seine Diplomarbeit über Vorst.

Vorst/Dortmund. Nein, in die politischen Mühlen will Matthias Schneiders nicht hineingeraten. Der Student der Raumplanung will eine blitzsaubere Diplomarbeit vorlegen. Dass die sich mit dem Vorster Ortskern befasst, hat für den 26-Jährigen ausschließlich wissenschaftliche Gründe.

Den Umfragebogen, der derzeit in Vorst ausliegt, hat Matthias Schneiders entworfen. Für die Technische Universität Dortmund soll er sich mit der Situation im kleineren Tönisvorster Stadtteil beschäftigen. Und dabei ermitteln, ob - und wenn wie - man einen Lebensmittelmarkt installieren könnte.

Wie kommt der gebürtige Krefelder zu dem Job? "Ich suchte ein Thema. Ich wollte was mit Einzelhandel machen. Dann erfuhr ich, dass die Stadt Tönisvorst eine wissenschaftliche Begleitung wünschte, was die künftige Gestaltung des Vorster Kerns angeht", sagt Schneiders.

In der Tat war am 21. Februar 2008 der Wunsch nach wissenschaftlicher Begleitung des Vorhabens in einer Sitzung des Planungsausschusses geäußert und verabschiedet worden. Und als der Student nun auf der Suche war, wurde ihm das Thema von Professoren-Seite vorgeschlagen.

"Natürlich kenne ich als Krefelder Tönisvorst", erklärt Schneiders. Allerdings sei das eher oberflächlich - gewesen. Er machte sich schlau, sah sich in Vorst um, fragte dort Menschen auf der Straße. "Dabei trifft man natürlich nur die, die in den Ort gehen. Weil ich aber auch diejenigen erreichen will, die nicht dorthin gehen, kam ich auf die Idee mit dem Fragebogen."

Mittlerweile kennt der angehende Raumplaner die konkrete Situation im Ort, weiß, dass es ein Kirchengrundstück gibt, für das bestimmte Interessen existieren. Er weiß auch, dass es lange einen Discount-Mark im Ortskern gegeben hat und kennt auch das wieder aufgegebene Vorhaben, einen solchen Markt auf der Gerkeswiese anzusiedeln. "Es war richtig, das aufzugeben. Das zieht nur noch mehr Frequenz aus dem Kern ab", sagt er.

Im Grunde sei es richtig, einen Markt ins Zentrum zu holen. So bekomme man Leben in den Ort. Wo der hin soll? "Ich muss erstmal eine Analyse anfertigen, danach komme ich zu einem Konzept", erklärt er.

Offizieller Titel ist übrigens: "Stärkungskonzept für das Ortsteilzentrum Vorst."

Wichtig sei ihm, dass sich viele beteiligten. Deshalb sein Appell: "Die Fragebögen liegen in Volksbank, Sparkasse und dem Bürgerbüro am Markt aus. Das Ausfüllen dauert nur zehn Minuten." Zu finden ist die Umfrage mittlerweile auch auf der Internet-Seite der Stadt:

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