Das Auto geriet ins Schleudern und prallte gegen zwei Bäume. Die Ursache ist noch völlig unklar.

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Feuerwehrleute arbeiten sich zu dem Unglücksauto vor.

Feuerwehrleute arbeiten sich zu dem Unglücksauto vor.

Günter Jungmann

Feuerwehrleute arbeiten sich zu dem Unglücksauto vor.

Vorst/Oedt/Kempen. Schock und lähmendes Entsetzen an der Realschule in Kempen: Ein 15-jähriger Mitschüler ist am Donnerstagabend bei einem Verkehrsunfall auf der Butzenstraße bei Vorst ums Leben gekommen. Der junge Mann aus Oedt war mit seinem Bruder (17 Jahre) und einem Freund (18), ebenfalls aus Oedt, aus Richtung St. Tönis gekommen.

Gegen 20.45 Uhr war der Renault-Clio in Höhe der Einfahrt zum Kieswerk nach rechts von der Straße abgekommen. Nach einigen Metern über den Grünstreifen wurde der Wagen offenbar zurück auf die Straße gelenkt. Das Auto geriet ins Schleudern, rutschte diagonal über die Fahrbahn, prallte gegen einen Baum, dann rückwärts gegen einen weiteren, blieb schließlich in dem rund 2,50 Meter tiefen Graben liegen.

Beim Eintreffen der Rettungsdienste hatten sich Fahrer und Beifahrer bereits selbst aus dem Wagen befreien können. Für den eingeklemmten 15-Jährigen auf dem Rücksitz kam jede Hilfe zu spät. Der Notarzt konnte nur noch seinen Tod feststellen. Fahrer und Beifahrer wurden in die Krankenhäuser Kempen und St.Tönis eingeliefert.

Blutprobe ergibt: Kein Alkohol im Spiel

Die Polizei veranlasste von dem 18-jährigen Fahrer eine Blutprobe. Ergebnis: Er hatte nichts getrunken. Und: "Alle drei waren angeschnallt", betont Pressesprecher Wolfgang Wiese.

Die Freiwillige Feuerwehr war mit den Löschzügen Vorst, St.Tönis und Oedt mit mehr als 40 Kräften und 12 Fahrzeugen vor Ort, zusätzlich waren beide Rettungswagen aus Kempen und die Notärzte aus Kempen und Tönisvorst angerückt. Auch der Notfallseelsorger wurde gerufen. Die Straße war bis gegen 23.30 Uhr gesperrt.

Der 15-Jährige ist bereits das siebte Verkehr-Todesopfer im Kreis Viersen in diesem Jahr.

Vier Senioren starben bei dem schlimmen Unfall in Unterweiden am 16.Januar.

Am 20. Januar war in Schwalmtal ein 59-Jähriger aus Niederkrüchten bei Glatteis tödlich verunglückt.

Am 6. Februar war in Kempen ein 71-Jähriger auf seinem Fahrrad angefahren worden. Er starb wenig später.

Es wurde ein Hubschrauber eingesetzt, um die Unfallstelle aus der Luft aufzunehmen. Bis Freitag war ungeklärt, warum der Wagen von der Straße abkam. Fahrer und Beifahrer konnten noch nicht vernommen werden. Ein Sachverständiger soll den technischen Zustand des Unfallautos begutachten.

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