Schüler des MEG fahren nach London. Nicht zum Spaß: Sie wollen dort berufliche Erfahrung sammeln.

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Englischlehrer Dieter Bergau (l.) mit seinen Schülern.

Englischlehrer Dieter Bergau (l.) mit seinen Schülern.

Englischlehrer Dieter Bergau (l.) mit seinen Schülern.

St. Tönis. Bis vor rund zehn Jahren hatten Schüler des Michael-Ende-Gymnasiums die Möglichkeit, in der Nähe von Liverpool in das Berufsleben einzutauchen und gleichzeitig ihre Englischkenntnisse aufzupolieren.

Jetzt hat die Schule ein Praktikum in London angeboten - 18 Schüler werden von diesem Angebot Gebrauch machen und in der Zeit vom 4.bis zum 17. Oktober in einem Betrieb, einer Bank, einem Reisebüro oder einer Versicherung arbeiten. Egal, wo sie eingesetzt werden: Der Kundenkontakt steht an erster Stelle.

Schüler wollen britische Lebensart kennen lernen

Dieter Bergau (56) hat das Auslandspraktikum als Englischlehrer wieder aufleben lassen - er rannte damit bei Schülern und Eltern offene Türen ein. "Mich interessiert die Lebensphilosophie der Briten und der Arbeitsalltag dort", erklärte Marcel Hütten (18). Seine Eltern hatte er nicht erst lange überreden müssen, die gut 600 Euro locker zu machen: "Bildung ist heute alles", sagt er immer.

Ebenfalls mit dabei: Katarina Tsaknakes. Die 19-Jährige, deren Vater Grieche und deren Mutter Spanierin ist, war noch nie auf der Insel. "Das Berufspraktikum ist für mich eine einmalige Gelegenheit, meine Englischkenntnisse zu verbessern", freut sich die Schülerin, die wie alle anderen die 12. Klasse besucht.

Über 600 Euro für 14 Tage - das ist nicht gerade wenig. Es wäre noch teurer gewesen, wenn Dieter Bergau nicht erfolgreich einen Zuschuss in Höhe von 4000 Euro von der Stiftung "Partner für Schule NRW" beantragt hätte. Die Schüler mussten einen Motivationsbrief schreiben.

Ihre Gastfamilien kennen die Teilnehmer noch nicht

Die Tour wird von Profis organisiert: Die Kieler Firma KulturLife ist auf solche Fahrten spezialisiert. Noch wissen die Teilnehmer nicht wirklich viel: Sie kennen derzeit weder ihre Gastfamilien noch wissen sie, in welchem Betrieb sie in London arbeiten werden.

Fest steht zurzeit lediglich, dass sie im Stadtteil Lewisham untergebracht werden. Die Flüge sind bereits seit April gebucht, und bei dem jüngsten Treffen konnte Dieter Bergau immerhin schon Kopien von Stadtplänen verteilen. Alle weiteren Infos trudeln jetzt nach und nach ein.

Im Anschluss an das Praktikum müssen alle Schüler einen Erfahrungsbericht schreiben, und zwar auf Englisch. Die Stiftung "Partner für Schule", die bei der Düsseldorfer Bezirksregierung angesiedelt ist, möchte von Dieter Bergau einen Praktikumsbericht haben - auf Deutsch.

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