Wolfgang Clement war Gast der Volksbank Krefeld. Die blickt auf ein sehr gutes Jahr zurück.

Wolfgang Clement war Gastredner bei der Volksbank Krefeld.
Wolfgang Clement war Gastredner bei der Volksbank Krefeld.

Wolfgang Clement war Gastredner bei der Volksbank Krefeld.

Knappe

Wolfgang Clement war Gastredner bei der Volksbank Krefeld.

Krefeld/Tönisvorst. "Wer menschlich handelt, ist auf Dauer erfolgreich." Unter diesem Leitbild hatte die Volksbank Krefeld im Seidenweberhaus zur Mitgliederversammlung eingeladen. 1400 Anteilseigner hörten zum einen von der positiven Entwicklung ihres regionalen Finanzdienstleister und zum anderen die "Wirtschaftspolitischen Perspektiven im Vorfeld der Wahlentscheidung" des früheren Superministers und NRW-Ministerpräsidenten Wolfgang Clement.

Auch im vergangenen Jahr wurden neue Mitglieder gewonnen

"Sie sind ja eine Bank, zu der man noch ohne Bedenken gehen kann", lobte der Ex-SPD-Politiker seine Gastgeber. Passend dazu erläuterte Vorstandsvorsitzender Klaus Geurden die positive Bilanz des Vorjahres.

"Wir wollen nicht mit den Banken in einen Topf geworfen werden, die diese Krise verursacht haben", sagte er und nannte Partnerschaft und Verlässlichkeit als Werte. "Gerade in Zeiten des Umbruchs suchen wir alle nach Nähe und Stabilität", betonte Klaus Geurden. Die Volksbank - sie hat zwei Filialen in Tönisvorst - setze seit Jahrzehnten auf diese Werte.

Offenbar mit Erfolg: 2008 wurden 1049 neue Mitglieder gewonnen, 26.298 Personen haben Anteile an der Genossenschaft. Insgesamt betreut das Institut 63.000 Kunden mit 35.236 Privatkonten (plus 1485). Die Bilanzsumme wuchs um fünf Prozent auf 920 Millionen Euro. Die Kundeneinlagen legten um 3,2 Prozent auf 709 Millionen Euro zu. Der Oktober war der Monat mit dem größten Zufluss privater Einlagen in der Bank-Geschichte.

"Diese erfreuliche Entwicklung ist darauf zurückzuführen, dass viele einen sicheren Hafen bei der Geldanlage gesucht haben. Sie wissen, dass wir traditionell vor Ort den Mittelstand und den privaten Wohnungsbau finanzieren", erläuterte Geurden.

Auch das Kreditgeschäft endete mit einem Plus. Die Bilanz weist hier 491 Millionen Euro auf. Insbesondere das Firmenkreditgeschäft entwickle sich gut, so Geurden weiter: "Allerdings nutzen aktuell weder der Mittelstand noch die Privatkunden die möglichen Kreditlinien aus.

Viele erwarten offenbar schlechtere Zeiten und halten sich einen Puffer frei." Schwierig sei im Vergleich die Situation für Kunden von Großbanken und Finanzkonzernen. Diese Institute hätten ihr Eigenkapital sehr stark belastet und könnten deshalb kaum noch Geld ausleihen - "die berühmt-berüchtigte Kreditklemme".

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer