Früherer Fußballtrainer wegen schweren Missbrauchs verurteilt.

Willich. Wegen insgesamt 24 Fällen von teilweise schwerem sexuellen Missbrauch von Kindern hat das Landgericht Krefeld am Donnerstag einen 33-Jährigen Mann verurteilt. Der ehemalige Willicher muss für vier Jahre und sechs Monate ins Gefängnis.

Er hat vor Gericht zugegeben, einen Jungen im Alter von anfangs acht Jahren im Zeitraum von November 1999 bis Dezember 2004 sexuell missbraucht zu haben. Der Mann war der Fußballtrainer und später auch der Nachhilfelehrer des Jungen. Strafmildernd wirkte sich für ihn das Geständnis aus.

Aussage des missbrauchten Jungen war glaubhaft

Aber auch wenn er nicht ausgesagt hätte, wäre es zu einer Verurteilung gekommen, betonte die Strafkammer. Die Aussage des missbrauchten Jungen, der inzwischen 22 Jahre alt ist und das gesamte Verfahren als Nebenkläger verfolgt hat, sei sehr eindringlich und glaubhaft gewesen. Das hatte auch ein aussagepsychologisches Gutachten bestätigt.

Der junge Mann hatte erst Jahre nach dem Missbrauch das Verbrechen angezeigt. „Das ist oft ein langwieriger und schwieriger Prozess. Darum beginnt die Verjährung von sexuellem Missbrauch von Kindern auch erst dann zu laufen, wenn die Opfer 18 Jahre alt werden“, erklärt Gerichtssprecher Edgar Panizza.

Oft fänden sie erst dann die Kraft, das Erlebte anzuzeigen. Zugunsten des Angeklagten hat sich ausgewirkt, dass er keine Vorstrafen hat. Inzwischen hat er seinen Wohnsitz gewechselt. In einer Stadt im Ruhgebiet war er zwischenzeitlich Stadionsprecher.

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