Bei Steuern und Gebühren müssen sich die Tönisvorster auf Veränderungen einstellen.

In Tönisvorst werden in diesem Jahr die Friedhofsgebühren anstiegen.
In Tönisvorst werden in diesem Jahr die Friedhofsgebühren anstiegen.

In Tönisvorst werden in diesem Jahr die Friedhofsgebühren anstiegen.

Dagegen wird die Abfallentsorgung preiswerter (oben, v.l.).

Um sechs Prozent steigen die Gebühren für die Straßenreinigung.

In Willich bleiben die Eintrittsgelder in „De Bütt“ stabil.

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In Tönisvorst werden in diesem Jahr die Friedhofsgebühren anstiegen.

Willich/Tönisvorst. Nach Erhöhungen bei der Grund- und Gewerbesteuer im vergangenen Sommer geht es für die Willicher in diesem Jahr deutlich moderater zu: Erneute Steueranhebungen durch die Stadt sind nicht in Sicht. Auf was sich allerdings die Tönisvorster Eigentümer und Mieter in diesem Jahr einzustellen haben, wird sich erst noch zeigen. Das neue kompakte Gebührenpaket soll erst am 25. Januar im Tönisvorster Hauptausschuss und am 2. Februar vom Rat verabschiedet werden.

„Auf jeden Fall wird die Abfallentsorgung erheblich günstiger.“

Wolfgang Schouten Stadt Tönisvorst

„Auf jeden Fall wird die Abfallentsorgung erheblich günstiger“, sagt der Tönisvorster Ordnungsamtsleiter Wolfgang Schouten. Das neue Entsorgungspaket sieht vor allem bei der Leerung der Restmülltonne Senkungen um bis zu 32 Prozent vor.

Tönisvorst: Steiler Anstieg bei den Friedhofsgebühren

Von Gebührensenkungen werden die Tönisvorster, die ihre Angehörigen auf den städtischen Friedhöfen beerdigen möchten, nur träumen können. Denn es werden teilweise drastische Erhöhungen vorgeschlagen. Einige Beispiele aus der letzten Kalkulation: Die Unterbringung einer Verstorbenen in der geschmückten Leichenhalle soll demnach von 67 Euro auf 177 Euro steigen. Die Gebühr für die Nutzung der Friedhofskapelle soll nicht mehr 174 Euro, sondern 285 Euro betragen. Und bei den Bestattungsgebühren steht bei der Aschebeisetzung eine Steigerung von 51 Euro auf 162 Euro im Raum.

Stabil bleiben die Gebühren in Willich. Bei der Abfallentsorgung gehen die Gebühren wenn auch geringfügig etwas nach unten. Wer eine graue 120-Liter-Tonnen hat und diese wöchentlich leeren lässt, zahlt künftig zum Beispiel 416,82 statt bislang 427 Euro.

Willich: Straßenreinigung wird geringfügig teurer

Die Straßenreinigung wird in Willich um etwa sechs Prozent teurer, was aber nicht besonders zu Buche schlägt. So berechnet die Stadt für Straßen, die einmal wöchentlich mit der Großkehrmaschine gereinigt werden, jetzt 0,74 Cent pro Meter Grundstücksseite. Die Erhöhung um rund sechs Prozent macht für Hausbesitzer knapp einen Euro pro Jahr aus.

Schwimmbäder: Eintrittspreise ändern sich nicht

Auf die gleichen Preise wie im Vorjahr können sich die Zuschauer der Neersener Schlossfestspiele und die Benutzer der Schwimmbäder in Willich und St. Tönis einstellen. „Eine Eintritts-Erhöhung in unserem Freizeitbad „De Bütt“ steht in diesem Jahr nicht an“, sagt Mitarbeiterin Silvia Lüdtke. Und auch der St. Töniser Badbetriebsleiter Andre Seerden versichert: „Es ändert sich bei uns nichts.“ Auch werden im H2Oh wieder besondere „Bonbons“ in den Sommerferien angeboten. Dazu Andre Seerden. „Wer sechsmal den gleichen Tarif wählt, braucht nur viermal zu bezahlen.“

Wie geht die Entwicklung der Gaspreise weiter? „Zuletzt hatten wir sehr günstig eingekauft. Bald starten wird den Gaseinkauf für die nächste Heizperiode“, sagt Albert Lopez, Geschäftsführer der Stadtwerke Willich. Über 10 000 der knapp 13 000 Willicher Gaskunden hätten zweijährige Verträge, die erst in diesem September ausliefen. Bis dahin passiere nichts. Lopez: „Im Oktober könnte es zu einer moderaten Erhöhung kommen.“ Auch für die Kunden mit kürzerer Vertragsdauer denke man nicht über eine Anpassung nach.

Strom: Drastische Erhöhungen soll es nicht geben

Hingegen werden aller Voraussicht nach die Strompreise zum 1. April moderat erhöht. Hiervon sind in Willich über 20 000 Kunden betroffen. Lopez begründet dies zum einen mit den gestiegenen Netzwerkentgelten („Diese haben sich deutlich nach oben entwickelt, um netto 0,6 Cent pro Kilowattstunde“) und mit der Freistellung dieser Entgelte für die Betriebe. Der Stadtwerke-Geschäftsführer spricht von „keiner dramatischen Erhöhung“. Diese liege im Durchschnitt bei monatlich zwei Euro pro Haushalt.

Von den Niederrheinwerken, die für Tönisvorst zuständig sind, war trotz Nachfrage keine Stellungnahme zu bekommen.

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