Die Wirtsleute Schmitz und Neven hatten den Löschzug Willich zu Gast, der positive Nachrichten für das Einsatzjahr 2015 vorlegte.

Die Wirtsleute Schmitz und Neven hatten den Löschzug Willich zu Gast, der positive Nachrichten für das Einsatzjahr 2015 vorlegte.
Das Pächterpaar von der Gaststätte Krücken in Willich, Monika Schmitz und Horst Neven, freut sich mit seinem Team, nachdem die drohende Zwangsversteigerung am Freitag abgewendet worden ist.

Das Pächterpaar von der Gaststätte Krücken in Willich, Monika Schmitz und Horst Neven, freut sich mit seinem Team, nachdem die drohende Zwangsversteigerung am Freitag abgewendet worden ist.

Friedhelm Reimann

Das Pächterpaar von der Gaststätte Krücken in Willich, Monika Schmitz und Horst Neven, freut sich mit seinem Team, nachdem die drohende Zwangsversteigerung am Freitag abgewendet worden ist.

Willich. Die Stimmung bei der Jahreshauptversammlung des Löschzugs Willich der Freiwilligen Feuerwehr am Freitagabend im Saal der Gaststätte Krücken war gut, sogar sehr gut. Das lag nur zu einem kleinen Teil daran, dass die Wirtsleute Monika Schmitz und Horst Neven eine Runde Kräuterschnaps ausgaben, weil die drohende Zwangsversteigerung der Immobilie Stunden zuvor hatte verhindert werden können.

Premiere: Janine Rubbert ist zur Feuerwehrfrau ernannt worden

Löschzugführer Herbert Aretz kann mit seinen „Jungs“ zufrieden sein – und mit den „Mädels“ auch: Erstmals wurde mit Janine Rubbert eine junge Frau zur Feuerwehrfrau ernannt.

Erfreulich sind aber auch die Zahlen, die Geschäftsführer Johannes Zensen verkündete: Die Zahl der Aktiven ist im Vergleich zum Vorjahr von 75 auf 83 und damit auf Rekordniveau gestiegen. „Hinzu kommt, dass von den 52 Mitgliedern der Jugendfeuerwehr 21 aus Alt-Willich kommen“, sagte Zensen.

Die Zahl der Einsätze war im Vergleich zu 2014 von 232 auf 201 gesunken. Die Ehrenamtler hatten im vergangenen Jahr rund 9200 Stunden für die Allgemeinheit geleistet.

Kreisbrandmeister Klaus-Thomas Riedel bemerkte dazu: „Sie bringen das Wertvollste und Unwiederbringlichste ein: Ihre Zeit.“

Bürgermeister Heyes will die Löschzüge entlasten: Bauhof hilft

Bürgermeister Josef Heyes versprach, die Löschzüge in allen Stadtteilen zu entlasten: Es ist rechtlich nicht ganz einfach umzusetzen, aber in Zukunft sollen die Ehrenamtler nicht mehr zur Beseitigung von Ölspuren ausrücken – das könnte unter bestimmten Voraussetzungen der Bauhof machen. Riedel begrüßte das: „Dass Sie als Straßenfeger unterwegs sind, sieht kein Arbeitgeber ein.“

Ärgerlich sind aber auch Einsätze wie dieser: Am 26. Dezember rückten 20 Feuerwehrleute zum Betreuten Wohnen des DRK-Altenheims Moosheide aus, um sich um eine hilflose Person zu kümmern. Offenbar hatte niemand in der Einrichtung einen Generalschlüssel.

Wehrführer Thomas Metzer hofft, dass die Unterbringung weiterer Flüchtlinge an der Moltkestraße nicht mit einer Zunahme der Einsätze verbunden ist. Und er sieht der Fußballeuropameisterschaft mit gemischten Gefühlen entgegen, war doch in der Vergangenheit der Kreisverkehr an der Bahn- und Parkstraße von Fans blockiert worden. In diesem Zusammenhang wurde die Mitteilung von Bürgermeister Heyes begrüßt: Er machte den Blauröcken Hoffnung auf eine zweite Anbindung an die Parkstraße.

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